Letztes Update am Mi, 13.03.2019 11:23

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Syrien - Aktivisten: Frauen bei Angriff auf Deeskalationszone getötet



Idlib (APA/dpa) - Bei einem Luftangriff auf ein Rebellengebiet im Nordwesten Syriens sind Aktivisten zufolge mindestens zwei Frauen ums Leben gekommen. Die Raketen hätten nahe der Stadt Idlib ein Lager von Flüchtlingen getroffen, meldeten die „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ und die Rettungsorganisation Weißhelm am Mittwoch. Es habe mehr als 15 Verletzte gegeben, darunter Kinder.

Bilder eines Aktivisten zeigten einen metertiefen Krater. Die Echtheit des Videos konnte zunächst nicht überprüft werden.

Die Menschenrechtler machten die russische Luftwaffe für den Beschuss verantwortlich. Das angegriffene Gebiet liegt demnach in der „Deeskalationszone“, auf die sich Syriens Verbündeter Russland sowie die Türkei als Unterstützer der Rebellen geeinigt hatten.

Russische Jets hätten weitere Angriffe auf die Region geflogen, die zudem von syrischen Regierungstruppen beschossen worden sei, erklärten die Menschenrechtsbeobachter weiter. Die Weißhelme warfen Syriens Armee den Einsatz von Phosphormunition vor. Die staatliche Agentur Sana meldete hingegen Militärschläge gegen „Terrorgruppen“.

Die Region um Idlib ist das letzte große Rebellengebiet Syriens. Es wird im wesentlichen von der Al-Kaida-nahe Miliz Hayat Tahrir al-Sham (HTS) kontrolliert. Umgeben ist es von einer Pufferzone, auf die sich Russland und die Türkei im September geeinigt hatten. Sie soll eine Offensive der syrischen Regierungsanhänger verhindern.




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