Letztes Update am Mi, 13.03.2019 11:58

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kombination: Wilhelm Denifl vor Karriere-Ende: Finale in Schonach



Wien (APA) - Nach mehr als 19 Jahren im Weltcup absolviert der Nordische Kombinierer Wilhelm Denifl am Wochenende die letzten Wettkämpfe seiner Karriere. Etwas Wehmut werde dabeisein, sagte der 38-Jährige vor dem Finale in Schonach. „Aber ich freue mich auf den neuen Abschnitt.“ Der mit seiner Familie in der Steiermark lebende Tiroler hat Olympia- und WM-Medaillen geholt und einen Weltcupsieg gefeiert.

Der Sport habe ihm enorm viel gegeben, sagte Denifl gegenüber der APA. „Das ist eine sehr gute Lebensschule und wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung.“ Denifl erklärte, er habe vor allem aus den Niederlagen gelernt. „Denn in einem Sportlerleben gibt es mehr Misserfolge als Erfolge“, betonte der Stubaier. Bei ihm waren vor allen die Nichtberücksichtigungen für die Winterspiele 2006 und 2010 und zuletzt für die Heim-WM Negativerlebnisse. Doch Denifl wusste auch damit umzugehen und feuerte in Seefeld seine ÖSV-Kollegen an.

Denifl möchte „bis zum Schluss Vollgas geben“ und hört auch nicht mangels Motivation auf. „Aber es ist jetzt einfach Zeit, etwas Anderes zu machen. Die Jungen sind echt gut, ich muss so viel mehr investieren, um mitzuhalten“, erklärte der Olympia-Dritte mit dem Team in Pyeongchang 2018.

Sein Traum sei es, mit einem Sieg aufzuhören, sagte Denifl. Doch der Vater zweier Töchter ist Realist. „Ich bin nicht der Seriensieger, aber ich möchte noch geile Rennen machen.“ Schon vor den zwei letzten Einsätzen ist Denifl mit 293 Weltcup-Starts der Rekordmann in der Nordischen Kombination. Seine Zukunftspläne will der Team-Weltmeister von 2003 zwei Wochen nach dem Saisonende bekanntgeben. „Ich kann es mir zum Glück aussuchen“, meinte Denifl, der die Wahl zwischen einem Trainerjob oder einer Tätigkeit in der Privatwirtschaft hat.




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