Letztes Update am Mi, 13.03.2019 13:24

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Drei Tote in Lawine an schottischem Berg Ben Nevis



Fort William/Sitten (APA/sda/dpa) - Beim Abgang einer Schneelawine auf Großbritanniens höchstem Berg, dem Ben Nevis in Schottland, ist ein Schweizer ums Leben gekommen, ein weiterer wurde verletzt. Insgesamt kamen drei Menschen ums Leben.

Die schottische Polizei hatte am Dienstag zunächst von zwei Toten und zwei verletzten Bergsteigern gesprochen. Einer der Verletzten sei später gestorben und der andere per Helikopter in ein Spital in Glasgow gebracht worden, berichteten lokale Medien am Abend unter Berufung auf die Polizei.

Nach Angaben von Walliser Medien handelt es sich bei den vier Bergsteigern um zwei Walliser und zwei seit langem im Schweizer Kanton Wallis lebende Franzosen. Die Mitglieder der Sektion Monte Rosa Sitten des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) seien am Sonntag nach Schottland gereist. Der Überlebende, der das Drama schilderte, sei Präsident der betreffenden SAC-Sektion.

„Wir waren nicht sehr hoch, als wir plötzlich einen Lärm hörten“, berichtete der Walliser auf seiner Webseite. „Wir drehten uns um und zwei Sekunden später wurden wir von schwerem und kompaktem Schnee mitgerissen.“ Die Exkursion sei privat organisiert gewesen und nicht vom SAC, hielt er fest. Nach Angaben von SAC-Mitgliedern waren die vier Männer sehr erfahrene Alpinisten und kannten den Berg sehr gut.

Der Lawinenabgang ereignete sich auf dem 1.345 Meter hohen Ben Nevis im Norden des Vereinigten Königreichs am Dienstag zur Mittagszeit. Rettungshelikopter und Ambulanzen waren darauf zum Unglücksort geschickt worden. Zum Zeitpunkt des Unglücks war die Lawinengefahr erhöht. Die schottische Premierministerin Nicola Sturgeon sprach am Mittwoch von einer „absolut tragischen“ Nachricht. „Meine Gedanken sind bei den Opfern“, schrieb sie auf Twitter.




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