Letztes Update am Mi, 13.03.2019 15:19

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland reduziert Personal der Botschaft in Venezuela



Berlin/Caracas (APA/dpa) - Das deutsche Außenministerium reduziert die Zahl der Mitarbeiter an seiner Botschaft im Krisenstaat Venezuela. Grund seien die schwierigen Lebensbedingungen und die Gefahr einer weiteren Verschlechterung der Sicherheitslage, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Mittwoch in Berlin.

Der von der Regierung von Präsident Nicolás Maduro zur unerwünschten Person erklärte und ausgewiesene Botschafter Daniel Kriener ist inzwischen in Berlin eingetroffen. Der Diplomat habe am Vormittag mit dem deutschen Außenminister Heiko Maas und anderen Stellen über das weitere Vorgehen beraten, sagte der Sprecher.

„Die Lage in Venezuela spitzt sich zu, insbesondere die humanitäre Lage in der Hauptstadt“, sagte der Sprecher. Die massiven Stromausfälle wirkten sich sehr stark auf das Alltagsleben der Bevölkerung aus. „Betroffen sind unmittelbar die Versorgung mit Lebensmitteln, mit Trinkwasser und auch die medizinische Versorgung. Wir hören außerdem von Plünderungen und Todesopfern aufgrund der verschlechterten medizinischen Versorgung.“

Der inhaftierte deutsche Journalist Billy Six werde weiter konsularisch betreut. „Es hat in der Zwischenzeit ein weiterer Haftbesuch bei Herrn Billy Six stattgefunden durch einen anderen Vertreter der Botschaft“, sagte der Sprecher. Six sitzt seit Ende des Vorjahres in Venezuela in Haft. Ihm werden Spionage und Rebellion zur Last gelegt.




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