Letztes Update am Mi, 13.03.2019 15:31

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wirbel in Klagenfurt um angeblichen „Sager“ von Bürgermeisterin



Klagenfurt (APA) - Die Kärntner FPÖ hat am Mittwoch der Klagenfurter SPÖ-Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz vorgeworfen, einer Grün-Gemeinderätin am Dienstag im Stadtsenat den Tod gewünscht zu haben und fordert ihren Rücktritt. Mathiaschitz dementierte den Vorwurf in einer Aussendung. Die Stadträte von ÖVP und Grünen erklärten auf APA-Anfrage, in der Sitzung nichts Derartiges gehört zu haben.

FPÖ-Obmann Gernot Darmann erklärte in einer Aussendung, Mathiaschitz habe in der Sitzung einen Witz über die Grün-Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann. gemacht. Sie habe gesagt, „man sollte sie mit der Äthiopien-Airline wegschicken, damit sie nicht mehr wiederkomme“. Für Darmann ist das der „Tiefpunkt politischer Kultur“ und an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten. FPÖ-Stadtrat Christian Scheider, er hatte an der Sitzung teilgenommen, sagte auf APA-Anfrage, er habe diese Aussage von Mathiaschitz „so herausgehört“. Beim ersten Mal habe er den Sager nur teilweise wahrgenommen und sich die Passage deshalb nachträglich am Tonband noch einmal angehört. „Dass sie es abstreitet, wundert mich jetzt sehr“, meinte Scheider. Laut ihm soll Mathiaschitz über die Gemeinderätin gesagt haben: „....dass sie nicht mehr zurückkommt (Pause) mit der Ethiopian Airline“. Der Satz sei allerdings ziemlich zusammenhanglos gefallen, so Scheider.

Die Bürgermeisterin erklärte dazu in einer Aussendung, sie weise die Vorwürfe Darmanns als unwahr zurück und behalte sich in diesem Zusammenhang rechtliche Schritte vor. Darmann erfinde Äußerungen, „die in dieser Form nicht gefallen sind“. SPÖ-Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler sprach von „unwahren Behauptungen“ und „haltlosen Unterstellungen“, mit denen die FPÖ versuche, den Schmutzkübel auf Klagenfurt auszuschütten. ÖVP-Stadtrat Markus Geiger erklärte auf APA-Anfrage er habe „nichts Derartiges gehört“ und sprach von „Anpatzen“. Es würden Vorwürfe erhoben, und wenn man sich verteidigen müsse, sei man „immer der zweite“. Grünen-Stadtrat Frank Frey betonte ebenfalls, er habe keine derartige Bemerkung der Bürgermeisterin gehört. Geiger und Frey äußerten indes unisono ihre Verwunderung darüber, dass die FPÖ-Stadtsenatsmitglieder während der Sitzung keinerlei Reaktion auf die angebliche Aussage gezeigt hätten.




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