Letztes Update am Mi, 13.03.2019 15:31

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Testern stößt fehlende Regionalität in Welser Schulessen sauer auf



Wels (APA) - Schlechte Noten bei einem Greenpeace-Test von Kindergarten- und Schulessen in Wels haben dafür gesorgt, dass die Stadt Mystery-Eater in fünf Ausspeisungsstandorte geschickt hat. Auch wenn die Mahlzeiten gemundet hätten, stieß ihnen doch eines sauer auf. „Die Regionalität mit einem Lieferweg von rund 1.000 Kilometern ist nicht gegeben“, hieß es in einer Presseaussendung der Stadt am Mittwoch.

Greenpeace hat vergangenes Jahr in 25 Städten und Ortschaften abgefragt, wie hoch im Kindergarten- und Schulessen der Anteil an biologischen Lebensmitteln ist, wie viel regionale Kost auf den Tellern landet und wie es um die Auswahl an fleischlosen Mahlzeiten steht. Schlusslichter in allen Bereichen waren eben Wels mit Kapfenberg und Dornbirn. Daraufhin setzten sich in Wels die Stadtpolitiker an ein runden Tisch und entschieden, dass im November und Dezember 2018 Mystery-Eater zum Einsatz kommen. Deren Ergebnisse liegen nun vor.

Trotz Kritik betonten die Testesser auch, dass es ihnen immer geschmeckt habe. Lobende Worte fanden sie ebenso über den abwechslungsreichen Speiseplan.

Die Auswertung der Überprüfung nahm Bildungsstadtrat Johann Reindl-Schwaighofer (SPÖ) zum Anlass, neuerlich die Errichtung einer neuen städtischen Zentralküche für Welser Kindergärten, Horte und Pflichtschulen zu fordern. So könnte am besten die Regionalität so wie der Bioanteil der Produkte erhöht werden. Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) äußerte sich der Presseaussendung zum Testergebnis mit: „Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Anders sieht es bei der Qualität aus. Es ist mir deshalb ein Anliegen, dass die Qualität und auch die Nachhaltigkeit des Schulessens weiter verbessert werden.“ Konkrete Maßnahmen nannte er nicht.




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