Letztes Update am Mi, 13.03.2019 18:31

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frankfurter Börse



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Positive Konjunkturdaten aus den USA haben den deutschen Aktienmarkt am Mittwoch gestützt. So schloss der deutsche Leitindex DAX nach einem über weite Strecken verhaltenen Handel 0,42 Prozent höher bei 11.572,41 Punkten. Der MDAX, der Index der mittelgroßen Werte, gewann 0,84 Prozent auf 24.857,45 Zähler. In den Vereinigten Staaten waren unter anderem die Bauausgaben zu Jahresbeginn stärker als erwartet gestiegen.

Dominierendes Thema blieb aber der Brexit, der den Handelsstreit zwischen den USA und China fürs Erste verdrängt hat. Dass die Abstimmung im britischen Parlament über den nachgebesserten Austrittsvertrag aus der Europäischen Union am Vorabend mit einem klaren Nein endete, „sorgt für eine gewisse nervöse Anspannung“, hieß es seitens der Postbank.

In London sollen die Abgeordneten nach dem tags zuvor gescheiterten Vertragsdeal an diesem Mittwochabend über einen EU-Austritt ohne Vertrag entscheiden. Sollte auch dies abgelehnt werden - was erwartet wird -, entscheiden die Parlamentarier am Donnerstag, ob eine Verschiebung des Brexit beantragt werden soll.

Unter den Einzelwerten stachen am DAX-Ende die Aktien von Wirecard mit minus 6,57 Prozent und Adidas mit minus 2,38 Prozent hervor. Bei Wirecard drehte sich alles weiter um Geschäftspraktiken in Asien. Am Vorabend hatte der Zahlungsdienstleister bekannt gegeben, dass der für diese Region verantwortliche Accounting-Manager freigestellt wurde.

Hintergrund ist eine in Singapur laufende Untersuchung zu angeblichen Bilanzunregelmäßigkeiten von Mitarbeitern. Nun erklärte Wirecard zudem, der Accounting-Manager sei für das Unternehmen erreichbar und trat so einer Meldung der „Financial Times“ entgegen, die geschrieben hatte, dass Wirecard den Kontakt zu diesem „verloren“ habe.

Bei Adidas reagierten die Anleger vor allem enttäuscht auf den Umsatzausblick für 2019. Der zuletzt erfolgsverwöhnte Sportartikelhersteller kämpft mit einem ungeahnten Problem: Lieferschwierigkeiten in Nordamerika.

Mit Geschäftszahlen warteten außerdem die beiden Versorger E.ON und Innogy auf. E.ON hatte zwar die selbst gesteckten Ziele erreicht und will auch mehr Dividende zahlen. Das half den Papieren aber nicht: Sie büßten rund 2 Prozent ein. Denn bei Innogy, das E.ON aktuell übernimmt, hatte das britische Vertriebsgeschäft das Ergebnis verhagelt. Innogy gaben leicht nach.

An der DAX-Spitze setzten inzwischen die Aktien des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care ihre jüngste Erholung fort und stiegen um gut 2 Prozent. Dahinter folgten die Anteilsscheine des Mutterkonzerns Fresenius mit einem Gewinn von knapp 2 Prozent.

Die Aktien von Symrise hatten in dem freundlichen Umfeld ins Plus gedreht und ein Rekordhoch erreicht. Am Ende stand ein Plus von gut 3 Prozent zu Buche. Der Hersteller von Duftstoffen und Aromen will den trüberen Konjunkturaussichten trotzen. Im Nebenwerte-Index SDAX sanken die Papiere von Tele Columbus auf ein neues Rekordtief. Die Anteile des Kabelnetzbetreibers scheiden an diesem Montag aus dem Kleinwerte-Index aus.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA537 2019-03-13/18:28




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