Letztes Update am Mi, 13.03.2019 18:37

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Zürcher Börse schließt in Gewinnzone



Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat sich am Mittwoch im Fahrwasser anziehender Kurse an der Wall Street klar in die Gewinnzone hochgekämpft. Besser als erwartete US-Konjunkturzahlen ließen die Anleger nach Aktien greifen, sagten Händler.

Die US-Industrie holte im Jänner überraschend mehr Aufträge als erwartet herein und die Produzentenpreise entwickelten sich nur moderat, was laut Händlern gegen steigende Zinserwartungen sprach.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 0,60 Prozent höher bei 9.387,43 Punkten. Der breite Swiss Performance Index (SPI) stieg um 0,56 Prozent auf 11.115,77 Punkte. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gewann 0,60 Prozent auf 1.447,05 Punkte.

Das Geschäft war laut Händlern von Vorsicht geprägt. Nach wie vor stand die Gestaltung des Brexit im Mittelpunkt. Dies ließ die Investoren weniger risikofreudig agieren. Nach dem Scheitern des nachgebesserten Brexit-Deals von Premierministerin Theresa May im Parlament in London sollen die Abgeordneten nun am Mittwochabend über einen EU-Austritt ohne Vertrag abstimmen. Würde ein solcher „No-Deal-Brexit“ den Erwartungen entsprechend abgelehnt, käme es am Donnerstag zu einer Abstimmung über eine Verschiebung des Brexit. „All dies lässt darauf schließen, dass ein ‚weicher Brexit‘ weiterhin die wahrscheinlichste Option bleibt“, schrieb Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank.

Den stärksten Anstieg unter den Bluechips verbuchten die Anteile von Vifor Pharma (+2,5 Prozent). Dahinter folgten der Softwarekonzern Temenos (+1,2 Prozent) und der Bauchemiehersteller Sika (+1,2 Prozent). Die Banken Julius Bär (+,12 Prozent) und Credit Suisse (+1,0 Prozent) befanden sich ebenfalls in der Spitzengruppe.

Die defensiven SMI-Schwergewichte Nestlé (+0,7 Prozent), Roche (+0,4 Prozent) und Novartis (+0,5 Prozent) stützten den Markt ebenfalls. Novartis wurden dabei von einer FDA-Bewilligung für ein Nachahmerprodukt des Medikaments Diovan kaum gebremst.

Unter Druck standen Schindler (-2,3 Prozent). Die heimischen ams AG (-1,3 Prozent) büßten im Zusammenhang einer Studie von Longbow Research zum US-Zulieferer Apple an Wert ein. In der Studie berichten die Autoren von einer weiteren Nachfrageverschlechterung für die neueren iPhone-Modelle im Februar. Das wiederum dürften auch Zulieferer wie ams zu spüren bekommen, hieß es am Markt.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA539 2019-03-13/18:33




Kommentieren