Letztes Update am Do, 14.03.2019 12:14

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Theaterfestival „Steudltenn“ will „Dualität der Dinge“ aufzeigen



Uderns (APA) - Das Theaterfestival „Steudltenn“ in Uderns im Zillertal will in diesem Jahr auf die „Dualität der Dinge“ hinweisen. In den heuer ausgewählten Stücken stehen beispielsweise die wechselseitige Beziehung von Vergessen und Erinnern bzw. Gut und Böse im Zentrum. „Die Kunst ist dabei der Spiegel dieser Dualität“, sagte der künstlerische Leiter des Festivals, Hakon Hirzenberger, am Donnerstag.

Das Thema Dualität zieht sich wie ein roter Faden durch das Programm. „Wie durch Zauberhand“, gab Hirzenberger zu. Denn zu Beginn der Programmauswahl sei dieser nicht unbedingt angelegt gewesen, meinte der künstlerische Leiter. Sogar in der Außeninstallation, dem Lichtergarten, geht es ab April aber nunmehr um Licht und Schatten. „Wir setzen auf den Faktor Licht“, verriet Hirzenberger. Damit wolle man der nach den Vorstellungen einsetzenden Dunkelheit entgegentreten.

Auch im Stück „Der Panther“ von Felix Mitterer lauern die Gegensätze. In dem Werk zum Thema Demenz geht es laut Hirzenberger um das Vergessen und Erinnern, um Wahrheit oder Nicht-Wahrheit. Auch im zweiten Mitterer-Stück ,“Krach im Hause Gott“, bei dem Klaus Rohrmoser die Regie übernehmen wird, machte Hirzenberger Dichotomien wie Hoffnung vs. Nicht-Hoffnung aus.

Jenseits dieser „Spiegelfunktion“ der heurigen Werke steht auch beispielsweise Nikolaus Habjan am Programm, der sich als „Kunstpfeifer“ unter Beweis stellen wird. Abermals gespielt wird auch „Die Stillen Nächte des Ludwig Rainer“ aus der Feder von Hirzenberger.

Das Zillertaler Theaterfestival geht in diesem Jahr vom 4. April bis 6. Juli über die Bühne. Neben dem künstlerischen steht 2019 auch der ökologische Anspruch im Vordergrund. „Wir sind 2019 erstmals und in Tirol einzigartig ein ?Green Event Tirol Star ?“, gab eine sichtlich stolze Bernadette Abendstein zu Protokoll, die als Initiatorin des Festivals gilt. Insgesamt wird es 82 Vorstellungen geben, auch ein umfangreiches Kinderprogramm, bei dem etwa der „Grüffelo“ auf die Bühne gebracht wird. Darüber hinaus bindet man beim „U21-Projekt“ die Jugend mit ein, mit der „Momo“ für das Festival erarbeitet wurde.

[S E R V I C E: https://www.steudltenn.com/]




Kommentieren