Letztes Update am Do, 14.03.2019 12:44

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Starker Zyklon zog auf Mosambik zu



Maputo (APA/dpa) - Rettungskräfte in Mosambik sind wegen eines herannahenden Tropensturms in höchster Alarmbereitschaft. Die Regierung rief am Donnerstag wegen des Zyklons „Idai“, der sich vom Indischen Ozean her auf das Land im südlichen Afrika zubewegt, die oberste Warnstufe aus.

Experten zufolge entspreche die Stärke des Zyklons einem Hurrikan der Stufe drei und könnte noch weiter ansteigen, erklärte das Rote Kreuz. Einer UN-Prognose zufolge leben rund 1,6 Millionen Menschen in Bereichen, die Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern erfahren könnten. Der Zyklon soll auch zu Sturmfluten führen.

Das Wetteramt in Mosambik warnte, der Sturm könne innerhalb von 24 Stunden rund 150 Millimeter Regen mit sich bringen. Es soll Windgeschwindigkeiten mit Böen von bis zu 200 Stundenkilometern geben. Der Sturm sollte demnach vermutlich noch am Donnerstagabend in der Provinz Sofala in der Nähe der Großstadt Beira auf Land treffen. Örtliche Medien berichteten unter Berufung auf Regierungssprecherin Ana Comoana, dass infolge von Überschwemmungen und Sturmböen bereits mehr als 60 Menschen ums Leben kamen. Der Sturm „Idai“ könnte auch schwere Folgen für die Nachbarstaaten Simbabwe und Malawi haben.

Mosambik wird häufiger von schweren Stürmen getroffen. Der Zyklon Favio beschädigte oder zerstörte 2007 rund 130 000 Häuser und zwang Zehntausende zur Flucht. Mosambik gehört einem UN-Index zufolge zu den zehn ärmsten Ländern der Welt.




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