Letztes Update am Do, 14.03.2019 12:59

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tod nach Herztransplantation 2 - KAGes kalmiert



Graz (APA) - Seitens der KAGes hieß es Donnerstagmittag, dass der Fall des verstorbenen Patienten bei der Schlichtungsstelle war, „um sich zu einigen“. Tatsächlich sei ein Angebot über 12.000 Euro an die Witwe besprochen worden, in dem auch diverse Klauseln enthalten waren. Diese seien üblich und umfassten auch eine Verschwiegenheit über den Fall, bestätigte ein Sprecher gegenüber der APA.

Obwohl es nach einer Einigung aussah, sei es zu keiner gekommen. Die Einholung eines zweiten Gutachtens verteidigte der Sprecher: Nach dem ersten Gutachten hätten die betroffenen Ärzte gesagt, dass es so, wie die Interpretation des Sachverständigen lautet, nicht gewesen sein könne. Darum habe die KAGes ein zweites Gutachten in Auftrag gegeben. Dieses komme zu anderen Ergebnissen als das erste. Außer Streit sei, dass es bei der Transplantationsoperation zu Komplikationen gekommen war. Die Frage sei nun aber, ob diese ursächlich für den Tod des Patienten waren.

Patientenombudsfrau Renate Skledar hatte kritisiert, dass am LKH Graz nur wenige Herzoperationen pro Jahr durchgeführt werden. Der Sprecher bestätigte die Wichtigkeit der Fallzahl für die Qualität einer Operation und dass es in den vergangenen Jahren eine bis drei pro Jahr waren. Doch die Chirurgen könnten niedrige Fallzahlen mit Erfahrung aus ihren vorherigen Berufskarrieren wettmachen.




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