Letztes Update am Do, 14.03.2019 13:38

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


8. Gipfel der Städte und Regionen in Bukarest eröffnet



Bukarest (APA) - Das 8. Gipfeltreffen der Städte und Regionen ist am Donnerstag zu Mittag in Bukarest eröffnet worden. Veranstaltet wird das Treffen vom Europäischen Ausschuss der Regionen (AdR) gemeinsam mit der rumänischen Ratspräsidentschaft und dem rumänischen Gemeindebund. AdR-Präsident Karl-Heinz Lambertz betonte bei der Eröffnung, dass die Europäische Union zur Zeit vor vielen Herausforderungen stünde.

„Die Zukunft der EU findet in den Köpfen der Bürger statt“, sagte der belgische Politiker. Der Brexit sei nicht nur eine „Weckruf“ für alle jene, die an die EU glauben, sondern auch für die anderen. Es sei nicht einfach für Großbritannien die EU zu verlassen, denn „wir haben ein gemeinsames Schicksal“, so Lambertz.

Die Städte und Regionen bilden das solide Fundament der EU, so trage der AdR zu zwei Drittel der Rechtsprechung der EU bei, sagte der Sozialdemokrat aus der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens weiter. Wenn es um Themen wie den Klimawandel oder die Migration gehe, brauche es Lösungen über nationale Grenzen hinweg. Daher unterstütze der AdR auch den morgigen Protest junger Menschen gegen den Klimawandel, so Lambertz. Außerdem betonte er die Wichtigkeit von Solidarität und Kohäsion innerhalb der EU.

Dem schloss sich auch Robert Sorin Negoita, Präsident des rumänischen Gemeindebunds und Leiter der rumänischen Delegation im AdR, an. „Lokale Verwaltungen haben einen Einfluss auf alle Bürger, denn die meisten Dienstleistungen für Bürger werden von lokalen Behörden bereitgestellt.“ Daher könne es kein vereintes Europa geben ohne Kohäsion, Subsidiarität und Dezentralisation, betonte Negoita.

Olga Algayerova, Exekutivsekretärin der UN-Wirtschaftskommission für Europa, erklärte, die Aufgabe ihrer Organisation sei es, mit Hilfe von 18.000 Experten Standards und Prozeduren zu entwickeln, um die Agenda der UNO für nachhaltige Entwicklung für 2020 umzusetzen. So arbeite man etwa daran, die Zahl der jährlich weltweit 1,3 Millionen Verkehrstoten zu reduzieren oder Standards für emissionsarme Gebäude zu entwickeln. Hier sei es wichtig für die Städte und Regionen, dass sie diese Maßnahmen überprüfen können, so Algayerova.




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