Letztes Update am Do, 14.03.2019 13:58

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Serbiens Regierungsbündnis mit sinkender Popularität konfrontiert



Belgrad (APA) - Tausende Bürger Serbiens gehen seit gut drei Monaten einmal wöchentlich auf die Straße, um in Belgrad und in Dutzenden anderen Städten ihre Unzufriedenheit mit dem Behörden zu bekunden. Die Unzufriedenheit, die sich vor allem gegen Präsident Aleksandar Vucic richtet, dürfte sich nun zum ersten Mal auch auf die Popularität des Regierungsbündnisses ausgewirkt haben.

Laut einer Umfrage der nicht-staatlichen Organisation NSPM, deren Resultate am heutigen Donnerstag das regierungskritische Wochenmagazin „Vreme“ veröffentlichte, genießt die regierende Serbische Fortschrittspartei (SNS) von Vucic derzeit nur noch eine 43,4-prozentige Unterstützung. Die mitregierenden Sozialisten kommen demnach auf 8,7 Prozent. Die Umfrage wurde nach Angaben von „Vreme“ zwischen 23. Februar und 4. März durchgeführt. Telefonisch wurden 1.000 Personen befragt.

Laut anderen früheren Meinungsumfragen lagen die SNS-Werte bisher immer bei über 50 Prozent, jene von Vucic noch etwas höher.

Das oppositionelle Bündnis für Serbien (SZS) hat am Wochenende Präsident Vucic, die Ministerpräsidentin Ana Brnabic und die Parlamentspräsidentin Maja Gojkovic zum Rücktritt bis zum 13. April aufgefordert. Dies soll Neuwahlen in etwa sechs bis neun Monaten ermöglichen. Die Politiker haben auf die Forderung nicht reagiert. SZS kann laut „Vreme“ mit einer gut 13-prozentigen Unterstützung rechnen.




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