Letztes Update am Do, 14.03.2019 14:41

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Cum-Ex: Zu bekanntem 108 Mio. Euro Schaden kommen rund 75 Mio. dazu



Wien (APA) - In der Vorwoche hat Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) für die Jahre 2011 bis 2013 einen potenziellen Schaden im Cum-Ex-Skandal von 108 Mio. Euro genannt. Heute im Finanzausschuss sagte Löger laut SPÖ und Liste Jetzt auf Basis von Kalkulationen seines Ministeriums, dass es zudem von 2006 bis 2010 jährlich einen durchschnittlichen Schaden von 15 Mio. Euro gibt. Das sind addiert 75 Mio. Euro.

Der bisher genannte Schaden liegt somit insgesamt bei 183 Mio. Euro. Ein Sprecher von Löger war für die APA nicht erreichbar.

„Letzte Woche war davon noch keine Rede. Gegenüber der Öffentlichkeit wurde also ein weiterer geschätzter Schaden von 75 Mio. Euro verschwiegen“, kritisierte Bruno Rossmann, Klubobmann und Finanzsprecher der Liste JETZT (früher: PILZ) in einer Aussendung. „Die Vertuschung geht also weiter. Das ist skandalös.“

„Ich möchte von Finanzminister Löger endlich völlige Transparenz über den Schaden, der den Österreicherinnen und Österreichern durch die Cum-Ex-Geschäfte entstanden ist“, forderte SPÖ-Finanzsprecher Kai Jan Krainer nach der aktuellen Aussprache mit Löger im Finanzausschuss. „Ich fürchte wir kennen hier erst die Spitze des Eisberges. Vor allem aber möchte ich vom Finanzminister wissen, wie er gedenkt diese geraubte Steuer zurückzuholen.“ Löger verweigere die Einsicht in interne Berichte der Finanzverwaltung, die Aufschluss über den Gesamtschaden geben könnten.




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