Letztes Update am Do, 14.03.2019 14:59

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Durchsuchung bei mutmaßlichem „Reichsbürger“ in Rheinland-Pfalz



Trier (APA/AFP) - Die Kreisverwaltung Trier-Saarburg hat am Donnerstag die Wohn-, Geschäfts- und Lagerräume eines mutmaßlichen „Reichsbürgers“ durchsucht. Der als Waffen- und Sprengstoffhändler bekannte Mann aus Kordel in Rheinland-Pfalz soll erhebliche Mengen an Waffen besitzen, wie ein Sprecher des Landkreises der Nachrichtenagentur AFP sagte. Eine genaue Zahl der beschlagnahmten Waffen wurde nicht bekannt.

Der Mann hatte Waffenscheine für die private und die geschäftliche Nutzung. Vorherige Ermittlungen hätten ergeben, dass der Mann mutmaßlich der Reichsbürgerbewegung, die die deutsche Rechtsordnung ablehnt, zugeordnet werden könne. Darum seien Zweifel an der Zuverlässigkeit des Manns aufgekommen, sagte der Sprecher. Das Oberverwaltungsgericht Koblenz hatte im Dezember 2018 geurteilt, dass Reichsbürger kein Recht auf Waffenbesitz haben.

Ein ausgesprochenes Verbot über den Waffenbesitz sei ignoriert worden. Der Mann habe mit den Behörden nicht kooperiert. Das Verwaltungsgericht Trier habe daraufhin die Durchsuchungsbeschlüsse gefasst. Anders als zuvor sei der Mann bei der Durchsuchung seiner Räume kooperativ gewesen, sagte der Sprecher.

Der mutmaßliche Reichsbürger wurde nicht festgenommen. Die Behörden wollen die gefundenen Waffen, die Munition und den Sprengstoff nun registrieren. Die Ermittlungen gehen weiter.




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