Letztes Update am Do, 14.03.2019 19:32

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Türkei: Acht Verdächtige nach Anschlag in Gaziantep verurteilt



Ankara (APA/AFP) - Ein türkisches Gericht hat am Donnerstag acht Hintermänner eines Anschlags auf eine kurdische Hochzeitsfeier in der Stadt Gaziantep im Jahr 2016 verurteilt. Die Angeklagten wurden bei dem Prozess in Kayseri wegen Mordes und Verletzung der Verfassung zu mehrfach lebenslanger Haft verurteilt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete.

Bei dem Selbstmordattentat am 20. August 2016 waren 57 Menschen getötet worden, darunter 34 Kinder. Die türkische Regierung machte damals die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verantwortlich. Kurz darauf drang die türkische Armee in Nordsyrien ein, um die Jihadisten sowie die kurdische YPG-Miliz von der Grenze zurückzudrängen. Bei dem Prozess wurde einer der Angeklagten laut Anadolu auch dafür verurteilt, während einer Polizeirazzia nach dem Anschlag von Gaziantep drei Polizisten getötet zu haben.

Der Türkei war lange vorgeworfen, nicht entschieden genug gegen ausländische Jihadisten vorzugehen, die über ihr Territorium nach Syrien reisen. Nach einer Serie von Anschlägen der IS-Miliz 2016 verschärfte Ankara aber das Vorgehen und zerschlug zahlreiche Zellen der Extremistengruppe.




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