Letztes Update am Do, 14.03.2019 21:29

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fußball: Club-Vereinigung gegen Infantino-Pläne - „Nicht akzeptabel“



München (APA/dpa) - Die Europäische Club-Vereinigung (ECA) stellt sich offenbar gegen die Pläne einer reformierten Club-WM. Der Zusammenschluss von 232 europäischen Fußball-Vereinen kündigte kurz vor der Sitzung des Councils des Weltverbandes FIFA am Freitag in Miami demnach an, dass jedes wie auch immer überarbeitete Format des Turniers angesichts des bis 2024 fixierten Spielkalenders „nicht akzeptabel“ sei.

Kein europäischer Topclub werde „an so einem Wettbewerb teilnehmen“, hieß es in einem Brief der ECA an die Europäische Fußball-Union (UEFA), der in Kopie an FIFA-Präsident Gianni Infantino ging. Das berichtete die „Süddeutsche Zeitung“. Das Papier sollen alle 15 Vorstandsmitglieder der ECA unterschrieben haben. Damit wird der Poker um die Club-WM weiter angeheizt. Im FIFA-Council hat die ECA allerdings keinen Sitz.

Infantino will eine Club-WM mit 24 statt bisher sieben Teilnehmern auf den Weg bringen. Das Turnier soll als Pilotprojekt im Sommer 2021 den bisherigen Confederations Cup ersetzen. Ursprünglich wollte die FIFA zwölf europäische Teams dabei haben. Dies stieß aber auf Protest aus der UEFA, die den Wettbewerb so als Konkurrenz zur lukrativen Champions League einstufen würde. Die ECA wiederum hat ein Interesse, einen möglichst großen Anteil der zu erwartenden hohen Millioneneinnahmen für ihre Clubs zu sichern.

Offenbar herrscht aufseiten der ECA großes Misstrauen gegenüber Infantino. „Die ECA ist besorgt über die Weigerung der FIFA, der Taskforce die Prüfung der Wirtschaftsmodelle für diese Wettbewerbe zu gestatten“, heißt es demnach in dem Brief. Dabei geht es auch um eine ominöse Investoren-Offerte von 25 Milliarden US-Dollar. Von wem das dort angesprochene Angebot für die Vermarktung neuer Wettbewerbe stammt, hat Infantino immer noch nicht offengelegt.




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