Letztes Update am Do, 14.03.2019 21:35

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Erster Prozess um manipulierte Sprachprüfungen in Linz



Linz (APA) - Heute, Freitag, startet im Landesgericht Linz der erste Prozess um manipulierte Sprachkurszertifikate. Eine Teilnehmerin muss sich wegen Bestechung und Urkundenunterdrückung verantworten, weil sie bei dem Test vor dem österreichischen Integrationsfonds die Prüferin bestochen haben soll. Die Beschuldigte ist geständig, behauptet aber, dass ihr die Prüferin unentgeltlich geholfen habe.

Die Lehrerin wird in einem eigenen Verfahren verfolgt. Darüber hinaus könnten noch etliche weitere Prozesse folgen, denn es sollen Kandidaten aus ganz Österreich zu diesen Sprachprüfungen nach Linz vermittelt worden sein. Insgesamt wurden über 110 Fälle, die mehrere Prüfer betreffen, bekannt. Laut Integrationsfonds habe man die Sache bereits 2016 aufgedeckt und angezeigt, nachdem die eigene Qualitätssicherung angeschlagen hatte. Nach Angaben des Landes Oberösterreich ist von der Causa rund ein Dutzend Staatsbürgerschaftsverleihungen betroffen - welche Konsequenzen die Sache für diese Menschen hat, wird sich erst nach Abschluss der strafrechtlichen Verfahren klären.




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