Letztes Update am Fr, 15.03.2019 01:04

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Vilimsky sieht „Fraternisierung mit dem Islam“ in EU-Institutionen



Wien (APA) - Der FPÖ-Spitzenkandidat für die EU-Wahl im Mai, Harald Vilimsky, sieht eine „Fraternisierung mit dem Islam bei vielen Gruppen innerhalb der europäischen Institutionen“. Im Rahmen der Präsentation des Sachbuches „Feindliche Übernahme“ des umstrittenen deutschen Autors Thilo Sarrazin am Donnerstag in Wien erklärte er, dass die Wahl jedoch das Potenzial habe, eine „Kehrtwende“ zu schaffen.

Die FPÖ ist laut Vilimsky bereits in Österreich erfolgreich gegen den politischen Islam vorgegangen, Europa sei die „nächste Stufe“: „Dasselbe wollen wir auf europäischer Ebene machen, das ist komplexer und schwieriger. Die Mächte, die dort gegen einen antreten, sind dunkler und stärker, aber die Chance ist da“, betonte Vilimsky, der mit seiner Fraktion darauf hofft, bei der Wahl „zweitstärkste Kraft“ zu werden.

Der Europapolitiker kritisierte zudem, dass die Europäische Volkspartei (EVP) und die Europäischen Sozialdemokraten (SPE) dem Abbruch der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei nicht zugestimmt hätten. Mit der Türkei als EU-Mitglied hätte Europa eine „muslimische Schlagseite“. Die oft kritisierten einfachen Antworten auf komplexe Fragen durch die FPÖ seien zudem notwendig: „Die Antworten müssen einfach sein (...), sonst passiert überhaupt nichts.“ Ziel sei es darum, die Einwanderung „auf null zu reduzieren“ und diejenigen, die sich nicht integrieren wollten, „in ihre Ursprungsländer zurückzubekommen“. „Wir wollen keinerlei Form des Islamismus dulden“, betonte er.

Sarrazin stellte den Inhalt seines Buches vor, der den westlichen Staaten durch den demografischen Wandel in rund „40 Jahren“ mehrheitlich muslimische Bevölkerungen voraussagt, da muslimische Familien mehr Kinder als die übrige Bevölkerung bekämen. Der Islam sei nicht nur eine Religion, sondern auch eine politische Ordnung, die „Meinungsfreiheit und Demokratie behindert“. Er sei „beim besten Willen keine Religion des Friedens“, hielt Sarrazin fest.

Dies dürfe man jedoch nicht auf einzelne Muslime beziehen, sondern nur auf die Mehrheit der Gläubigen. Tatsächlich könnten nur Muslime dieses Problem beheben, indem sie eine aufgeklärte Form des Islam unterstützten. Diese Bemühungen gingen jedoch nur von einer kleinen Minderheit aus. Sarrazin forderte darum, besonders die Emanzipation muslimischer Mädchen und Frauen in den Schulen zu fördern. „Echte Gleichberechtigung würde den Zusammenbruch des Islam auslösen“, erklärte er. Es sei die „Aufgabe des säkularen Staates“, das „Bezugssystem zwischen Religion und Familie (...) aufzubrechen“.

„Man kann Ihnen nicht genug für Ihre Arbeit danken“, lobte Vilimsky den Autor. „Feindliche Übernahme“ sei im vergangenen Jahr das meistverkaufte Sachbuch Deutschlands gewesen. „Die Zahl der verkauften Bücher zeugt vom Aufklärungsbedarf bei den Menschen“, sagte Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ). „Wir stehen vor der entscheidenden Frage der Rettung oder des Untergangs Europas“, fügte er hinzu.

Strache erklärte, dass es in Wien bereits „150 islamische Kindergärten“ gebe, „wo mit Hasspredigten die Kinder zu Märtyrern erzogen werden sollen“. Die Entwicklungen in der Türkei seien beispielhaft dafür, wie schnell sich ein Staat muslimisch radikalisieren könne. Für ihn gehe es darum, die „aufgeklärte Gesellschaft zu retten“. Angriffe durch Terroristen richteten sich auch immer gegen die westlichen Werte, die „sturmreif geschossen“ werden sollten.

Die Autorin Laila Mirzo erklärte, dass der Islam keine Religion wie andere sei, sondern vielmehr eine „politische Bewegung“, die sich nun „Europa vornehmen“ wolle. „Der orthodoxe Islam ist unvereinbar mit unserer Kultur“, sagte sie. „Terror und Gewalt sind keine Perversion des IS, sondern Kernstücke des Islam“, unterstrich sie.




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