Letztes Update am Fr, 15.03.2019 10:39

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Varta bewirbt sich um Fördergelder für E-Auto-Batterien



Frankfurt (APA/Reuters) - Der deutsche Batteriehersteller Varta bringt sich für die Massenproduktion von Batteriezellen für Elektroautos in Stellung. Varta bewerbe sich um Fördergelder des deutschen Wirtschaftsministeriums für die Massenfertigung von Lithium-Ionen-Batterien, teilte das dem österreichischen Investor Michael Tojner gehörende Unternehmen am Freitag mit.

Da sich bisher keine deutschen Autobauer oder Zulieferer bereit fanden, die Milliardenrisiken für einen Aufbau einer Batteriezellenproduktion für E-Autos einzugehen, hat die deutsche Regierung eine Anschubfinanzierung für Unternehmen von insgesamt 1 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Die Bewerbungsfrist um die Fördergelder des Wirtschaftsministeriums lief am Freitag aus.

Ziel der Politik ist es, ein Gegengewicht deutscher Hersteller zu den Zellherstellern aus Asien wie CATL aus China, SK Innovation aus Südkorea oder Panasonic aus Japan aufzubauen. Dem „Handelsblatt“ zufolge haben sich bisher sechs Firmenkonsortien um staatlich Fördermittel für den Aufbau einer Batteriezellfertigung beworben. Unter den Antragstellern befänden sich Namen wie BASF, Volkswagen, PSA, BMW und Northvolt.

Varta produziert bisher vor allem Batterien für Hörgeräte, schnurlose Kopfhörer und andere Verbraucherprodukte. Varta will nun die Lithium-Ionen-Massenproduktion für Batteriezellen in Deutschland auf mehr als 60 Millionen Batteriezellen pro Jahr ausbauen. „Mit der Erweiterung der Produktionskapazitäten werden wir auch neue Generationen von Lithium-Ionen-Zellen einführen“, sagte Varta-Chef Herbert Schein.




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