Letztes Update am Fr, 15.03.2019 11:43

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


267 Mio. Euro im Jahr 2019 für hochrangiges steirisches Straßennetz



Graz (APA) - Die Asfinag wird im Jahr 2019 rund 267 Millionen Euro in Schnellstraßen und Autobahnen sowie in Tunnelsicherheit in der Steiermark investieren. Dies gaben Asfinag und das Land am Freitag in Graz bekannt. Schwerpunkte sind die S7, die Erneuerung der A9 in Grenznähe zu Slowenien und die Abschlussarbeiten am Gleinalmtunnel. Das Land macht 2019 zusätzlich 80 Millionen Euro für Landesstraßen locker.

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) sagte, Mobilität sei ein Grundbedürfnis der Menschen. „Und die Mobilität nimmt zu, die Zahl der Pendler in der Steiermark ist binnen 25 Jahren von 50 auf 62 Prozent gestiegen, mehr als 330.000 Menschen. Die Rede ist da nicht nur von Straßen, sondern auch von den Bahnstrecken“, sagte Schützenhöfer. Er halte einiges davon, dass man Bauarbeiten - ohne Rechte einzuschränken - zeitlich ordne, sagte der LH in Anspielung auf die jahrzehntelang laufende S7-Geschichte. „Mit Ende des Jahres ist die Plabutschtunnelsanierung fertig, und auch die zweite Röhre des 40 Jahre alten Gleinalmtunnels. Mein persönlicher Feiertag wird die Eröffnung des Gleinalmtunnels sein, da warten ich und die Steirer schon hart, da hat es zu viele Unfälle gegeben“, sagte der Landeschef.

Der aus dem obersteirischen Leoben stammende Verkehrslandesrat Anton Lang (SPÖ) schloss sich dem Sehnen des LH nach einem speziellen persönlichen Feiertag an, wenn die beiden Tunnels fertig saniert seien. „Ich fahre täglich zwei Mal durch die Gleinalmröhre, und wir sehen ja beim Plabutschtunnel in Graz, was Chaos bedeutet, wenn der gesperrt ist“. Beim Ausbau der S36 im Murtal sei er sehr froh, dass Geld unter anderem für die Unterflurtrassen, aktuell in Scheifling, in die Hand genommen werde. „Das ist eine sehr gute Lösung für die Bewohner“, sagte Lang. Auf der Pyhrnautobahn (A9) komme man in die letzten Sanierungsphasen, namentlich zwischen Leibnitz und Vogau knapp vor der Grenze zu Slowenien. Hier wird die Beton- gegen eine Asphaltdecke getauscht.

Vorstandsdirektor Hartwig Hufnagl sagte, mit dem Straßenbau in der Steiermark werde in Verkehrssicherheit und die Optimierung des Wirtschaftsstandortes investiert. Dies umfasse Neubau, Sanierung und Generalserneuerung sowie Tunnelsicherheit. 2023 werde die Fürstenfelder Schnellstraße (S7) fertig sein, von Riegersdorf bis Heiligenkreuz werden auf 23 Kilometern rund 700 Mio. Euro investiert. 2020 werde der Bau der S36 von St. Georgen bis Scheifling fertiggestellt. „Mit Ende 2019 sind in allen unseren Tunnels die neuesten Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt“, sagte Hufnagl. Dann sei die gesamte Pyhrnachse mindestens zweispurig in jede Richtung befahrbar.

Alexander Walcher, Geschäftsführer der Asfinag Bau Management GmbH, beschrieb u.a. dem Bau des rund drei Kilometer langen Rudersdorfer Tunnels der S7: „Das muss mit dem Bagger geschehen, hier ist kein Sprengvortrieb möglich“. Als Umweltschutzmaßnahmen inklusive Lärmschutz investiere man allein hier rund 100 Millionen Euro. Dazu zählen neue Biotope, Wiesen als Ausgleichsflächen, 200 Fledermausnistkästen und zehn Schwarzstorchhorste. Auch der Bau der Brücken über den Lahnbach und die Lafnitz erfolge umweltschonend in Klappbauweise.

Laut Verkehrslandesrat Lang flößen 2019 auch rund 80 Mio. Euro in die steirischen Landesstraßen, davon in die Instandsetzung und Sanierung rund 50 Millionen sowie 30 Millionen Euro in den Neubau. Die größten Brocken der teils mehrere Jahre dauernden Vorhaben seien die Umfahrung Preding/Weiz, die Packer Straße mit der Unterflurtrasse Voitsberg oder die Sanierung der Murtalstraße (B96) bei Triebendorf.

~ WEB http://www.asfinag.at ~ APA251 2019-03-15/11:40




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