Letztes Update am Fr, 15.03.2019 12:13

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wiener SPÖ-Tagung: „Erstversorgungsambulanzen“ für Spitäler geplant



Frauenkirchen/Wien (APA) - Die Ambulanzstruktur in den Wiener Spitälern soll neu organisiert werden. Konkret sind mittelfristig in allen Stadt-Krankenhäusern sogenannte Erstversorgungsambulanzen vorgesehen, teilte Bürgermeister und Parteichef Michael Ludwig bei der Klubtagung der Wiener SPÖ mit. Sie sollen die Fachambulanzen entlasten.

Weil praktische Ärzte oder Fachmediziner im niedergelassenen Bereich derzeit an Wochenenden sowie an den Tagesrandzeiten ihre Praxen so gut wie nicht geöffnet hätten, würden viele Menschen automatisch ins Spital gehen, sagte Ludwig am Freitag im burgenländischen Frauenkirchen: „Die Ambulanzen dort sind dann voll mit Menschen, die solche Einrichtungen aber oft nicht brauchen.“

Die Erstanlaufstellen sollen künftig Abhilfe schaffen. Die Idee: Sämtliche Patienten - ausgenommen Notfälle - werden in der Erstversorgungsambulanz empfangen und von Ärzten begutachtet. Dann wird über das weitere Prozedere entschieden, wobei von der Verschreibung von Medikamenten oder einer allgemeinmedizinischen Erstversorgung über die Weiterleitung an den niedergelassenen Bereich bis hin zu einer stationären Aufnahme im Krankenhaus alles möglich sei, erklärte ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) auf APA-Nachfrage. Zu den einzelnen Fachambulanzen soll man folglich nur noch gehen können bzw. müssen, wenn man einen Termin hat oder von der Zentralambulanz dorthin weiterverwiesen wird.

Laut Ludwig soll das Konzept demnächst einmal in einem Haus ausprobiert werden. Wo und wann das sein wird, stehe noch nicht fest, hieß es aus dem Hacker-Büro. Ebenfalls noch keine Details gab es heute in Sachen Zeit- und Kostenplan. Vorgesehen sei jedenfalls, das Modell stufenweise auf alle öffentlichen Spitäler auszurollen.

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Ob die neuen Erstversorgungsambulanzen nur an den angesprochenen Randzeiten und in der Nacht bzw. an den Wochenenden geöffnet sein werden oder auch darüber hinaus, steht ebenfalls noch nicht fest. Das Konzept werde jedenfalls in enger Zusammenarbeit mit den einzelnen Häusern und der Ärzteschaft - sprich der Ärztekammer - ausgearbeitet, wurde betont.




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