Letztes Update am Fr, 15.03.2019 12:16

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Klima-Demo - Grazer Schüler: „Zeit für Nettigkeiten vorbei“



Graz/Wien/Österreich-weit (APA) - Nachdem gegen 11.00 Uhr der „FridaysForFuture“-Demonstrationszug an der Grazer Burg, dem Amtssitz der Landesregierung, vorbeigezogen war, trafen die Schüler am Freiheitsplatz ein. Laut Polizei haben sich rund 1.300 Schüler, Lehrer und Passanten an der Demo beteiligt.

Eine Schülerin sagte zur APA, dass sie für die Demo nicht schwänzen musste: „Wir haben eine Schulfreistellung bekommen, um unseren Beitrag zu leisten.“ Ein Bursche sagte, dass er halb schwänzt, halb nicht: „Der Klassenvorstand hat uns freigestellt, aber die Schule nicht.“ Bei der Schlusskundgebung am Freiheitsplatz klang es aus den Lautsprechern: „Die Zeit für Nettigkeiten ist vorbei. Geht auf die Straße, so lange, bis man uns nicht mehr ignorieren kann.“ Eine junge Rednerin sagte ins Mikrofon: „Wir streiken nicht, weil das so lustig ist, sondern weil uns nicht zugehört wurde.“ Der Klimawandel sei echt: „Uns gehen wegen den heißen Sommern die Erdäpfel aus.“ Wie gehe es erst jenen Ländern, die sich nichts zukaufen können, wenn die Lebensmittel ausgehen.

Danach ergriff ein Junglehrer das Wort: „Wir bringen uns selber um - wegen einer Sache: Geld.“ Er warf der Bundesregierung vor, den Klimawandel zu ignorieren und wandte sich an die Schüler: „Die Zukunft gehört euch, dafür lohnt es sich zu kämpfen.“ Während des Marsches der Schüler zum Freiheitsplatz mussten einige Öffi-Linien angehalten werden. Für 18.00 Uhr war am Grazer Tummelplatz mit dem „Lichtermeer fürs Klima“ eine weitere Veranstaltung geplant, bei der zahlreiche Schüler erwartet wurden.




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