Letztes Update am Fr, 15.03.2019 12:40

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Klima-Demo - Schüler in Bregenz ließen Handy-Wecker läuten



Bregenz/Wien (APA) - Zum Abschluss der Klima-Demo in Bregenz haben die laut Polizei 1.500 Schüler auf dem Vorplatz des Vorarlberger Landhauses gemeinsam ihre Handy-Wecker klingeln lassen - um damit die Politiker aufzuwecken, wie Organisatorin Alexandra Seybal erklärte. Aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse fand die Aktion bereits um 11.15 Uhr statt und nicht wie geplant „um fünf vor Zwölf“.

Das Handy-Klingeln bildete zugleich den Abschluss der Klima-Demonstration in Vorarlberg. „Es war so kalt, es wäre unverantwortlich gewesen, die Schüler noch länger im Regen stehen zu lassen“, sagte Seybal. Dass der Zuspruch zur Demo - gerechnet worden war mit 500 Teilnehmern - so groß war, freute Seybal außerordentlich. Das zeige, wie viele Schüler den Klimawandel ernst nehmen.

Wie das Fernbleiben der Schüler vom Unterricht in Vorarlberg gehandhabt wird, war zunächst nicht klar. Konsequenzen dürften die Schüler aber nicht zu befürchten haben. Die Bildungsdirektion stellte vor Tagen fest, dass eine Demonstration grundsätzlich kein Entschuldigungsgrund sei, verwies aber auch auf den Spielraum der Direktionen an den Schulen. Schon am Donnerstag war aus manchen Schulen zu hören, dass Entschuldigungen von Eltern akzeptiert würden. Von manchen Direktoren hieß es, dass man die Demo auch als Exkursion werten könnte.

Ausdrücklich unterstützt wurde die Demo - und das damit verbundene Anliegen - von der SPÖ und den Grünen. Spitzenvertreter beider Parteien nahmen an der Demo teil. „Ich habe mich selten so über eine Protestbewegung gefreut. Denn sie haben recht, wozu sollen sie in den Schulbänken sitzen, wenn es keine Zukunft für sie gibt“, sagte Grünen-Klubobmann Adi Gross. „Ehrliche Politik kann den Klimawandel nicht länger ignorieren“, stellte SPÖ-Landesparteivorsitzender Martin Staudinger fest.




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