Letztes Update am Fr, 15.03.2019 12:55

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Chefs der Schweizer Konzerne verdienten 2018 tendenziell mehr



Zürich (APA/awp/sda) - Die Gehälter und Boni in der obersten Chefetage bei vielen der größten Schweizer Unternehmen sind 2018 weiter gestiegen. Dies zeigt eine Auswertung der bisher publizierten Geschäftsberichte von im Swiss Leader Index (SLI) notierten Unternehmen durch die Nachrichtenagentur AWP.

Von den 30 Unternehmen des Swiss Leader Index haben bis heute, Freitag, 19 ihren Geschäftsbericht veröffentlicht. Der Trend bei den Manager-Gagen ist dabei eindeutig: Die Firmenchefs bekamen 2018 mehr als noch im Vorjahr. Bei 12 von 19 Konzernen stieg die sogenannte Gesamtvergütung.

Zu den großen Gewinnern bei den Unternehmen, deren Angaben bereits vorliegen, zählt Nestle-Chef Ulf Mark Schneider. Er verdiente 2018 mit 9,01 Mio. Franken (rund 8 Mio. Euro) um rund 1,15 Mio. Franken oder 15 Prozent mehr als im Vorjahr, als er den Chefposten angetreten hatte. Ebenfalls eine deutliche Zunahme von Gehalt und Boni um 661.000 Franken und damit 11 Prozent konnte Dufry-Chef Julian Diaz Gonzalez verzeichnen.

Bei zwei der sieben Unternehmen mit im Vergleich zu 2017 geringerem Chefgehalt ist der Rückgang auf einen Wechsel auf dem Chefsessel zurückzuführen. So verdiente der Novartis-Chef Vasant Narasimhan mit 9,92 Mio. Franken um knapp ein Viertel weniger als zuvor sein Vorgänger Josef Jimenez. Und bei LafargeHolcim-Chef Jan Jenisch, der 2018 um 16 Prozent weniger erhielt als im Jahr davor, erschwert ein Sonderfaktor den Vergleich. Denn Jenisch hatte 2017, als er den Posten bei LafargeHolcim antrat, eine einmalige Zahlung für bei seinem alten Arbeitgeber entgangene Bonuszahlungen und Aktienbezüge erhalten.

Aufwärts ging es mit Löhnen und Boni aber nicht nur bei den obersten Konzernchefs, sondern auch bei den Finanzverantwortlichen und übrigen Geschäftsleitungsmitgliedern. Im Schnitt verdienten die Konzernleitungsmitglieder der 19 bisher ausgewerteten Firmen 2018 um knapp 3 Mio. Franken und damit rund 100.000 Franken mehr als im Vorjahr.




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