Letztes Update am Fr, 15.03.2019 13:13

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kursverluste drückten Fondsvolumen 2018 um 10 Mrd. auf 174 Mrd. Euro



Wien (APA) - Wegen der Börsenturbulenzen hat Österreichs Fondsindustrie 2018 einen kräftigen Rückgang des Fondsvermögens um 5,4 Prozent oder 10 Mrd. auf 173,8 Mrd. Euro verzeichnet. Lediglich Immobilienfonds verzeichneten voriges Jahr ein Wachstum mit einem Plus von 10,8 Prozent bzw. +0,8 Mrd. Euro. Diese endgültigen Gesamtzahlen gab am Freitag die Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) bekannt.

Alle anderen Fondskategorien mussten - vor allem aufgrund von Kursverlusten, speziell im vierten Quartal - negative Ergebnisse hinnehmen. Bei Geldmarktfonds und kurzfristigen Rentenfonds ging das Vermögen um 9,8 Prozent oder um 680 Mio. Euro zurück, der anteilsmäßig stärkste Rückgang - gefolgt von Aktienfonds mit -8,8 Prozent (-2,5 Mrd. Euro). Das war aus Sicht der Finanzaufsicht „bemerkenswert“, denn in den ersten drei Quartalen 2018 waren die Aktienfonds noch um 6,6 Prozent gewachsen. Das Volumen der Rentenfonds verringerte sich im Gesamtjahr um 6,2 Prozent (-4,0 Mrd. Euro), bei Mischfonds waren es -4,9 Prozent (-3,7 Mrd. Euro). Nach Angaben der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) von Mitte Jänner war das Fondsvolumen 2018 erstmals seit 2011 rückläufig.

Nach Veranlagungsstrategien aufgegliedert betrug das Fondsvermögen zu Jahresende 2018 laut FMA bei Mischfonds 72,1 Mrd. Euro, bei Rentenfonds 60,0 Mrd., bei Aktienfonds 25,9 Mrd., bei Immo-Fonds 8,5 Mrd., bei Geldmarktfonds und kurzfristigen Rentenfonds 6,3 Mrd., bei Private-Equity-Fonds 0,6 Mrd. sowie bei sonstigen Fonds 0,4 Mrd. Euro.

~ WEB http://www.fma.gv.at ~ APA352 2019-03-15/13:09




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