Letztes Update am Fr, 15.03.2019 14:49

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Klima-Demo - In Linz mehr Teilnehmer als erwartet



Linz/Wien/Österreich-weit (APA) - In Linz zählte die Klima-Demo am Freitag wesentlich mehr Teilnehmer als erwartet. Angemeldet worden waren 1.000 Personen. Die Polizei zählte 3.000 und meldete „keine Zwischenfälle“.

Die jungen Teilnehmer der Aktion „FridaysForFuture“ kamen aus allen Landesteilen und versammelten sich am Hauptplatz. Sie stimmten sich mit dem Singen von Liedern ein - der Text war ins Internet gestellt worden und konnte von den Smartphones abgelesen werden. Dazwischen gab es Sprechchöre: „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut“. Auf den mitgebrachten Plakaten und in den Reden wurde von der Politik „aktiver Klimaschutz“ gefordert. Angekündigt wurde, dass dies erst der Anfang sei. Der Moraltheologe Michael Rosenberger sprach den Schülern Mut zu und ermunterte sie, etwas für die Zukunft des Planeten zu tun. Er mache seit Jahrzehnten auf das Problem aufmerksam, aber es geschehe immer noch zu wenig. Er verwies auch auf Papst Franziskus, der sich für den Umwelt- und Klimaschutz einsetze.

Auch der einsetzende starke Regen veranlasste die Organisatoren nicht, das weitere Programm zu ändern. Die gesamte Kundgebung marschierte über die Nibelungenbrücke nach Urfahr und wieder zurück. Ein Großaufgebot der Polizei sperrte die Straße kurzzeitig, um die Jugendlichen vor dem Autoverkehr zu schützen. Nach einem Zug durch die Altstadt trafen die Teilnehmer zum Abschluss vor dem Landhaus, dem Sitz der Landesregierung, ein. Dort kam Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) zu ihnen und nahm von der Frontfrau der Organisatoren Ida Berschl - sie besucht das BORG Schärding -, ein Kuvert mit den Forderungen zum Klimaschutz entgegen. Der Grüne Landesrat Rudi Anschober kommentierte in einer Presseaussendung, angesichts der „katastrophalen Klimaschutzpolitik der Bundesregierung ist der Klimaaufstand der Jugend nicht nur sinnvoll, sondern höchst notwendig.“




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