Letztes Update am Fr, 15.03.2019 15:13

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Klima-Demo - Bis zu 1.000 Teilnehmer in Salzburg



Österreich-weit/Salzburg (APA) - In der Stadt Salzburg haben am Freitag Hunderte Schüler, Studenten aber auch etliche Erwachsene für mehr Klimaschutz protestiert. Manche Beobachter sprachen von bis zu 1.000 Teilnehmern. Kurz nach Mittag waren vom Hauptbahnhof und vom Unipark Nonntal zwei Demonstrationszüge aufgebrochen, die sich später vereinten und dann zur großen Abschlusskundgebung am Residenzplatz marschierten.

Regenfeste Kleidung und Schirme waren für die Teilnehmer der „Fridays for Future“-Demonstration allerdings unerlässlich. Viele Transparente und Plakate gingen im Meer der mitgebrachten Regenschirme unter. Papier und Karton hatten keine Chance, so manches Plakat zerfloss im Regen. Wer keine wetterfeste Kleidung hatte, hatte Pech. Bis die beiden Züge auf dem Residenzplatz eintrafen, waren viele Schülerinnen und Schüler längst bis auf die Haut nass. „Uns ist kalt, wir wollen nicht krank werden“, sagten drei Schülerinnen der Rudolf Steiner Schule, warum sie bei der Abschlusskundgebung am Residenzplatz nicht mehr teilnahmen, sondern sich lieber ein Kaffeehaus zum Aufwärmen suchten.

„Wir sind laut, weil man uns die Zukunft raubt“, skandierten die Jugendlichen bei ihrem Zug durch die Stadt. Als die beiden Züge kurz vor der Staatsbrücke zusammentrafen, gab es ein großes Hallo und gegenseitiges Begrüßung. Mit Plakat-Sprüchen wie „Eine Bank wäre längst gerettet“, „Mit Vollgas in den Klimawandel: 140 km/h“ oder „Dinos dachten auch sie hätten Zeit“, zeigten die Schüler durchaus Problembewusstsein und Kreativität.

Überall sah man die Begeisterung darüber, dass so viele Teilnehmer gekommen waren. Auch wenn es nass und kalt war: Die Stimmung bei der Demo war fröhlich und ausgelassen.“Es ist cool, dass so viele gekommen sind, einfach unglaublich“, freute sich ein Mädchen über die bunte Menge auf dem Residenzplatz.

„Bei uns ist fast die ganze Oberstufe mitgegangen“, erzählte Julian, der in der Akademiestraße ins Gymnasium geht: „Es geht um unsere Zukunft und um die unserer Kinder“, sagt er zu seiner Motivation, warum er sich engagiert. Nach Ende der Kundgebung gab es noch einzelne Workshops für Interessierte.




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