Letztes Update am Fr, 15.03.2019 15:34

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Pompeo kritisiert Senat für Resolution gegen US-Militärhilfe im Jemen



Washington/Sanaa (APA/dpa) - US-Außenminister Mike Pompeo hat den Kongress dafür kritisiert, dass er die US-Unterstützung für die von Saudi-Arabien geführte Militäroperation im Jemen beenden will. Die Regierung stimme nicht mit dem Senat darüber überein, dass dies der richtige Weg sei, um etwas an der schweren humanitären Krise im Jemen zu ändern, sagte Pompeo am Freitag in Washington.

Das Leid der Menschen im Jemen könne nicht gelindert werden, wenn man die Operation der von Saudi-Arabien geführten Koalition erschwere und den Konflikt so verlängere, so der Außenminister. Der Weg liege darin, der Koalition die notwendige Unterstützung dafür zu geben, vom Iran unterstützte Rebellen zu besiegen und für Frieden zu sorgen, sagte Pompeo.

Der US-Senat hatte am Mittwoch mehrheitlich für eine Resolution gestimmt, mit der die US-Unterstützung für die hochumstrittene Militäroperation beendet werden soll. Sieben republikanische Senatoren stimmten gemeinsam mit den Demokraten und beschafften so die nötige Mehrheit.

Ein Votum des Repräsentantenhauses steht noch aus, und Donald Trump könnte bei einer Zustimmung beider Kammern sein Veto gegen die Resolution einlegen. Doch politisch ist dies ein klares Signal des Senats gegen Trumps Kurs gegenüber Saudi-Arabien.

Im Jemen kämpfen Houthi-Rebellen seit mehr als vier Jahren gegen Anhänger der international anerkannten Regierung. Deren Truppen werden von einer von Saudi-Arabien geführten Koalition mit Luftangriffen unterstützt. Das sunnitische Königshaus in Saudi-Arabien sieht in den Rebellen einen engen Verbündeten seines Erzfeindes, des schiitischen Irans.

Saudi-Arabien wird vorgeworfen, bei den Militärangriffen nicht ausreichend Rücksicht auf den Schutz von Zivilisten zu nehmen. Die USA unterstützen die Koalition etwa mit Geheimdienstinformationen für die Ermittlung von Zieldaten.




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