Letztes Update am Fr, 15.03.2019 17:16

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Antisemitismus-Ermittlungen gegen Polizeibeamte in Bayern



München (APA/AFP) - Gegen mehr als ein Dutzend Polizeibeamte bei der Münchner Polizei wird wegen möglicher antisemitischer Straftaten ermittelt. Fünf Beamte seien vom Dienst suspendiert, acht weitere an andere Dienststellen versetzt worden, teilte das Polizeipräsidium München am Freitag mit.

Beamte des sogenannten Unterstützungskommandos (USK) der Münchner Polizei sollen demnach in sozialen Netzwerken Inhalte geteilt haben, „die eine straf- beziehungsweise dienstrechtliche Bewertung erfordern“. Darunter seien zwei mutmaßlich antisemitische Youtube-Videos.

Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä nannte das Verhalten der Beamten „völlig inakzeptabel und ansehensschädigend“. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sicherte eine umfassende Aufklärung zu und forderte klare Konsequenzen. Er sprach von einem „unsäglichen Verhalten“ einzelner Polizisten.

Auf die Spur der Beamten kamen die Ermittler im Zusammenhang mit einem anderen Verfahren wegen eines möglichen Sexualdelikts. Dieses steht in Verbindung mit einem privaten Lokalbesuch von Polizeibeamten. Dabei wurde das private Handy eines USK-Beamten ausgewertet, wo die Ermittler dann auf die Chatverläufe stießen.




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