Letztes Update am Sa, 16.03.2019 17:05

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Zyklon „Idai“ - Mindestens 50 Tote in Mosambik und Simbabwe



Harare/Beira (APA/dpa) - Infolge eines starken Tropensturms und heftiger Regenfälle sind in Mosambik und Simbabwe mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen. In beiden Ländern im südlichen Afrika verursachte der Zyklon „Idai“ - er hatte die Kategorie vier von fünf - schwere Schäden. Zahlreiche Orte waren am Samstag noch von der Außenwelt abgeschnitten.

Rettungskräfte warnten, dass das gesamte Ausmaß der Schäden in Mosambik wegen Ausfällen des Strom- und Handynetzes noch nicht absehbar sei. Im Zentrum Mosambiks, wo „Idai“ in der Nacht auf Freitag mit Windböen von bis zu 160 km/h vom Indischen Ozean her kommend auf Land gestoßen war, starben mindestens 19 Menschen. Rund 70 weitere wurden teils schwer verletzt, wie der Gouverneur der betroffenen Provinz Sofala, Albert Mondlane, am Samstag einem Radiosender sagte.

Der Sturm zog direkt über die Großstadt Beira mit 500.000 Einwohnern hinweg. Dort fielen Strom und Kommunikationsnetz aus. Das Rote Kreuz, UNICEF und andere Helfer schickten auf dem Landweg Teams aus der Hauptstadt Maputo in die Region; Inlandsflüge waren gestrichen.

Im Osten Simbabwes in der Nähe des Ortes Chimanimani kamen infolge von Überschwemmungen mindestens 31 Menschen ums Leben. Rund 40 weitere würden noch vermisst, erklärte das Informationsministerium. Zahlreiche Häuser, Straßen und Äcker seien überflutet. Retter konnten den Ort wegen eingestürzter Brücken zunächst nicht erreichen.

Der Zyklon hatte sich am Freitag über Land abgeschwächt und war von Mosambik nach Simbabwe weitergezogen. Bereits Anfang der Woche war es in Mosambik und im angrenzenden Süden Malawis zu heftigem Regen und zu Überflutungen gekommen, in deren Folge in Mosambik 66 Menschen starben. Im angrenzenden Malawi gab es mehr als 50 Opfer.

In Mosambik hatte der Zyklon „Favio“ im Jahr 2007 rund 130.000 Häuser beschädigt und Zehntausende Menschen zur Flucht gezwungen. Mosambik gehört einem UNO-Index zufolge zu den zehn ärmsten Ländern der Welt.




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