Letztes Update am So, 17.03.2019 12:40

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ein Israeli bei palästinensischem Angriff im Westjordanland getötet



Jerusalem (APA/AFP/Reuters) - Ein palästinensischer Angreifer hat im besetzten Westjordanland einen Israeli getötet und zwei weitere verletzt. Nach israelischen Armeeangaben ereignete sich der Angriff am Sonntag südwestlich der palästinensischen Stadt Nablus. Demnach griff der „Terrorist“ zunächst einen Soldaten auf einer Straßenkreuzung in der Nähe der jüdischen Siedlung Ariel mit einem Messer an. Er habe die Waffe des Soldaten gegriffen und damit auf drei Autos geschossen.

Mit einem der Autos fuhr der Angreifer den Angaben zufolge dann zu einer anderen, nahe gelegenen Kreuzung. Dort eröffnete er das Feuer und verletzte einen weiteren Soldaten, wie der Armeesprecher erklärte. Anschließend sei der Angreifer in das Palästinenserdorf Brukin gefahren. Nach dem Mann werde weiter gesucht.

Die Identität des Toten blieb zunächst offen. Nach Angabe der Rettungsdienste wurden zwei Israelis im Alter von 16 und 20 Jahren mit lebensgefährlichen Schussverletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die radikal-islamische Hamas bezeichnete die Angriffe als „natürliche Reaktion auf Verbrechen im Zuge der israelischen Besatzung“.

Im Westjordanland kommt es immer wieder zu bewaffneten Angriffen von Palästinensern auf israelische Soldaten und jüdische Siedler. Die UNO sieht die jüdischen Siedlungen im Westjordanland als illegal an. Den fortgesetzten Ausbau jüdischer Siedlungen und Wohnungseinheiten dort und im annektierten Ost-Jerusalem betrachtet sie als ein Haupthindernis für eine Beilegung des Nahostkonflikts.




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