Letztes Update am Mo, 18.03.2019 14:51

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Vucic signalisiert Gesprächsbereitschaft zu TV-Sender RTS



Belgrad (APA) - Serbiens Präsident Aleksandar Vucic hat am Montag seine Bereitschaft zum Gespräch über den öffentlich-rechtlichen TV-Sender RTS signalisiert. Die Opposition wirft der Geschäftsführung des öffentlich-rechtlichen Senders vor, Regierungspropaganda zu betreiben. Oppositionelle Stimmen würde keine Möglichkeit bekommen, zu Wort zu kommen, lautet die Kritik.

Vucic erklärte serbischen Medien gegenüber, er wolle den Dialog im Parlament führen. „Zu einem solchen Gespräch sind wir immer bereit“, betonte er. „Mit einzelnen Oppositionspolitikern“ wolle er hingegen kein Gespräch darüber führen. Das Parlament wird von führenden Oppositionsparteien jedoch seit Anfang Februar boykottiert.

Bei Protesten am Wochenende ist eine von mehreren oppositionellen Spitzenfunktionären angeführte Demonstrantengruppe am Samstagabend in das Gebäude des Senders RTS eingedrungen. Im Zusammenhang damit wurden am Sonntag 18 Personen festgenommen. Der oppositionelle Bund für Serbien (SZS) forderte daraufhin ihre Freilassung bis Montag 15.00 Uhr.

Tausende Bürger Serbiens gehen seit Anfang Dezember einmal wöchentlich in Belgrad und in anderen Städten auf die Straße, um ihre Unzufriedenheit zu bekunden. Ihre Kritik ist vor allem gegen Präsident Vucic und den TV-Sender RTS gerichtet. Nach Ansicht des Staatspräsidenten hat die Opposition mit Unruhen bei den Protesten nun einen „katastrophalen Fehler“ begangen.




Kommentieren