Letztes Update am Mi, 20.03.2019 17:00

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


USA und China sind die wichtigsten Handelspartner der EU



Wien (APA) - Die EU hat 2018 ein Drittel ihres Außenhandels mit den USA (17,1 Prozent) und China (15,4 Prozent) abgewickelt. Das Gros des Warenaustausches fand aber innerhalb der Union statt. Von Österreichs Ausfuhren gingen laut Eurostat über 70 Prozent in die EU, 30 Prozent allein nach Deutschland. 78 Prozent aller Einfuhren nach Österreich stammten aus der EU, 41 Prozent aus Deutschland.

Deutschland war auch für die Mehrzahl der anderen EU-Staaten der wichtigste Handelspartner. 17 andere EU-Länder exportierten im abgelaufenen Jahr den größten Teil ihrer Waren in die Bundesrepublik, wie aus den aktuellen Daten der europäischen Statistikbehörde von heute, Mittwoch, hervorgeht. Für dieselbe Anzahl anderer EU-Staaten war Deutschland demnach auch das wichtigste Herkunftsland für Einfuhren.

Das wichtigste Zielland für Exporte war Deutschland beispielsweise auch für Tschechien (32 Prozent der Warenausfuhren), Polen (28 Prozent), Ungarn und Luxemburg (je 27 Prozent).

Der Gesamtwert der unter den EU-Staaten gehandelten Waren belief sich im abgelaufenen Jahr auf rund 3,5 Billionen Euro. In Länder außerhalb der EU wurden lediglich Waren im Wert von rund 2,0 Billionen Euro exportiert.

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Die 28 EU-Staaten führten 2018 Waren im Wert von 5,47 Billionen Euro aus, wovon 3,52 Billionen Euro bzw. 64 Prozent für einen andere Mitgliedstaat bestimmt waren. Alle EU-Länder außer Zypern und das Vereinigte Königreich exportierten überwiegend in die EU. Mit einem EU-Exportanteil von nur 28 bzw. 47 Prozent exportierten diese beiden Länder ihre Waren hauptsächlich in Nicht-EU-Länder.

Den höchsten EU-Exportanteil hatten demgegenüber die Slowakei (86 Prozent ihrer Waren), Tschechien und Luxemburg (84 Prozent), Ungarn (82 Prozent), Polen (80 Prozent), Rumänien (77 Prozent) sowie Slowenien und Portugal (je 76 Prozent).

Wie bei den Ausfuhren war 2018 auch bei den Wareneinfuhren für beinahe alle Mitgliedstaaten ein anderes EU-Land der wichtigste Handelspartner - mit Ausnahme von Litauen, dessen Importe hauptsächlich aus Russland stammten, und den Niederlanden, deren Waren hauptsächlich aus China kamen. Insgesamt war Deutschland für 17 EU-Mitgliedstaaten das wichtigste Herkunftsland ihrer Wareneinfuhren.

Über drei Viertel der gesamten Wareneinfuhren in folgenden Ländern stammten aus einem anderen EU-Mitgliedstaat: in Luxemburg (88 Prozent), der Slowakei (80 Prozent), Kroatien und Österreich (je 78 Prozent), Estland (77 Prozent), Tschechien und Portugal (je 76 Prozent), Ungarn, Lettland und Rumänien (je 75 Prozent).

Acht Mitgliedstaaten bezogen 2018 mehr als ein Viertel ihrer Wareneinfuhren aus einem einzigen Partnerland: Neben Österreich waren das Luxemburg (35 Prozent aus Belgien), Portugal (31 Prozent aus Spanien), Tschechien (29 Prozent aus Deutschland), Polen (27 Prozent aus Deutschland), Irland (26 Prozent aus dem Vereinigten Königreich), Ungarn (25 Prozent aus Deutschland) und Malta (25 Prozent aus Italien).

Die 28 EU-Mitgliedstaaten führten im abgelaufenen Jahr Waren im Wert von insgesamt 5,42 Billionen Euro ein, wovon 3,44 Billionen bzw. 64 Prozent aus einem anderen EU-Mitgliedstaat stammten.

Im Warenaustausch mit Drittländern waren China mit einem Anteil von 20 Prozent aller EU-Einfuhren, die USA (13 Prozent) und Russland (8 Prozent) im abgelaufenen Jahr weiterhin die wichtigsten Lieferländer.

Die wichtigsten Absatzmärkte für die Exporte aus der Europäischen Union in Nicht-Mitgliedstaaten waren die USA (21 Prozent aller Extra-EU-Ausfuhren), China (11 Prozent) und die Schweiz (8 Prozent).

Im gesamten EU-Warenverkehr waren die USA 2018 mit einem Handelsvolumen von 674 Mrd. Euro weiterhin der wichtigste externe Handelspartner der EU. Dahinter folgten China (605 Mrd. Euro), die Schweiz (265 Mrd. Euro), Russland (254 Mrd. Euro), die Türkei (153 Mrd. Euro) und Japan (135 Mrd. Euro).




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