Letztes Update am Do, 21.03.2019 16:46

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


K-Popsänger Jung wegen Skandals um Sexvideos verhaftet



Seoul (APA/dpa) - Der südkoreanische K-Pop-Sänger und TV-Star Jung Joon Young ist wegen heimlicher Videoaufnahmen von Sexpartnerinnen verhaftet worden. Das Bezirksgericht in Seoul habe einen Haftbefehl gegen den 30-Jährigen erlassen, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap am Donnerstagabend (Ortszeit).

Es bestehe laut Gericht die Gefahr, dass Beweismaterial vernichtet werde. Jung habe bei der Anhörung vor dem Ermittlungsrichter seine Vergehen gestanden.

Jung wird vorgeworfen, Aufnahmen mit versteckter Kamera von zehn Frauen gemacht zu haben, während er Sex mit ihnen hatte. Die Aufnahmen sowie Fotos soll er in privaten Chaträumen mit Freunden geteilt haben. „Ich entschuldige mich, ich habe einen großen und unentschuldbaren Fehler gemacht“, sagte Jung laut Yonhap vor Gericht.

Jung ist außer durch seine Musik unter anderem durch Fernsehserien bekannt geworden. Inzwischen hat er seinen Rücktritt vom Showgeschäft erklärt.

Neben dem Skandal um Jung gibt es derzeit auch Ärger für den 28-jährigen K-Pop-Sänger Seungri von der Boyband BIGBANG. Ihm wird vorgeworfen, Prostituierte für potenzielle ausländische Investoren bezahlt zu haben, die sich an seinen Geschäften beteiligen sollten. Der Sänger hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

Mit K-Pop werden vor allem Girlgroups wie Girls‘ Generation und Boybands wie BTS verbunden. Die Musiker sehen in der Regel sehr gestylt aus, was ihr glattpoliertes Image unterstützt. Seit Mitte der 90er Jahre ist K-Pop unter dem Namen „Koreanische Welle“ oder „Hallyu“ über die Grenzen Südkoreas hinaus bekannt geworden - zuerst in China und Japan, dann auch in Südostasien, Europa und den USA.




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