Letztes Update am Fr, 22.03.2019 01:52

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Neuseeland gedachte der Opfer des Anschlags von Christchurch



Christchurch (APA/dpa) - Mit zwei Schweigeminuten hat Neuseeland am Freitag der 50 Todesopfer des rassistisch motivierten Anschlags auf zwei Moscheen in der Stadt Christchurch gedacht. In weiten Teilen des Landes stand von 13.32 Uhr bis 13.34 Uhr Ortszeit (1.32 bis 1.34 Uhr) das Leben still.

Fast genau zu dieser Zeit hatte vor einer Woche ein Attentäter während der Freitagsgebete die erste der beiden Moscheen überfallen. Als mutmaßlicher Täter sitzt ein 28 Jahre alter Rechtsextremist aus Australien in Untersuchungshaft. Ihm droht lebenslange Haft.

Viele Neuseeländerinnen trugen am Freitag als Zeichen der Solidarität mit den muslimischen Gemeinden ein Kopftuch. Rund um verschiedene Moscheen gab es Menschenketten. Die Trauerzeremonie vor der Al-Nur-Moschee, die mit dem Ruf eines muslimischen Geistlichen zum Gebet begonnen hatte, wurde live in Radio und Fernsehen übertragen. Nächste Woche soll es auch eine nationale Trauerfeier geben.

Am Donnerstag hatte die Regierung des Pazifikstaats bekanntgegeben, dass halbautomatische Waffen - wie sie der Täter benutzt hatte - ab sofort verboten sind. Von den knapp fünf Millionen Einwohnern des Pazifikstaats sind etwa 50.000 muslimischen Glaubens.




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