Letztes Update am Fr, 22.03.2019 10:52

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Zyklon „Idai“ - Stichwort: Cholera



Maputo/Beira/Harare (APA) - Nach den verheerenden Folgen durch den Zyklon „Idai“ befürchten Experten den Ausbruch der Cholera in Mosambik. Die Seuche ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Der Erreger wird über den Mund und den Verdauungstrakt übertragen. Am häufigsten infizieren sich Menschen über verseuchtes Trinkwasser.

In Staaten, in denen bestimmte Hygienestandards gelten, spielt die Krankheit so gut wie keine Rolle mehr. Anders in Ländern, in denen der Zugang zu sauberem Trinkwasser nicht gewährleistet ist: Dort kann die Cholera nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation eigentlich jederzeit ausbrechen.

Die Krankheit beginnt plötzlich mit starken Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost und rasch ansteigendem hohem Fieber. Der Erkrankte bekommt starken Durchfall und meist auch Erbrechen. Hautausschlag kann später ebenfalls hinzukommen. Die Inkubationszeit - also die Zeitspanne zwischen Ansteckung und Ausbruch - liegt zwischen wenigen Stunden und bis zu fünf Tagen.

Die Krankheit ist eigentlich gut behandelbar - in erster Linie muss der massive Salz- und Flüssigkeitsverlust rasch ausgeglichen werden. In schwereren Fällen können auch Antibiotika gegeben werden. Unbehandelt verläuft die Cholera allerdings in bis zur Hälfte der Fälle tödlich - Todesursache sind meist Nierenversagen und Kreislaufschock.




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