Letztes Update am Fr, 22.03.2019 11:22

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Untersuchungshaft in Würzburger Kinderporno-Fall verhängt



Würzburg (APA/dpa/AFP) - In einem kürzlich bekannt gewordenen Fall um die Verbreitung von Kinderpornos in der bayerischen Stadt Würzburg ist gegen den Hauptverdächtigen Haftbefehl erlassen worden. Der Logopäde sitze in Untersuchungshaft, teilte die Zentralstelle Cybercrime Bayern bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg mit.

Der 37-Jährige steht im Verdacht, pornografische Bilder und Videos mit kleinen Buben im Darknet verbreitet zu haben, also in einem abgeschirmten Bereich des Internets. Der Logopäde hatte in verschiedenen Einrichtungen mit Kindern zu tun. Wer genau die Opfer waren, ist noch unklar. Ein zweiter zunächst Verdächtigter war am Donnerstag auf freien Fuß gesetzt worden.

„Der Beschuldigte macht keine Angaben“, sagte Oberstaatsanwalt Christian Schorr am Freitag. „Das erleichtert uns die Arbeit nicht.“ Eine Sonderkommission soll nun herausfinden, wer die Kinder sind, die auf den Fotos und Videos zu sehen sind.

Der Fall sorgt bei Eltern aus einer Würzburger Kindertagesstätte (Kita) für große Beunruhigung. Es besteht eine Verbindung zu dieser Einrichtung, Medienberichten zufolge ist der Inhaftierte mit dem stellvertretenden Leiter in einer Partnerschaft. Dieser war zunächst ebenfalls vorläufig festgenommen worden, befindet sich aber wieder auf freiem Fuß. Sein in Untersuchungshaft sitzender Partner soll über Jahre kinderpornografische Bilder hergestellt und verbreitet haben. Es geht um eine Fallzahl im dreistelligen Bereich.




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