Letztes Update am Fr, 22.03.2019 12:50

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


US-Außenminister Pompeo in Beirut - Gegen Hisbollah



Beirut/Washington (APA/dpa) - US-Außenminister Mike Pompeo ist am Freitag auf der letzten Station seiner Nahost-Reise im Libanon eingetroffen. Bei seinem zweitägigen Besuch wird es bei Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Michel Aoun und Premierminister Saad al-Hariri auch um die Rolle der radikal-islamischen Hisbollah gehen.

In einem Interview des arabischen Fernsehsenders Al-Arabiya hatte Pompeo im Vorfeld seines Besuchs die Beteiligung der schiitischen Hisbollah an der libanesischen Regierung kritisiert und einen zu lockeren Umgang früherer US-Regierungen verurteilt. „Ich bedauere, dass die amerikanische Führung in den letzten zehn Jahren nicht genug getan und auch unsere Erwartungen nicht klar formuliert hat“, sagte der Außenminister dem TV-Sender aus Dubai.

Die USA sehen die Hisbollah als Terrororganisation an. In der EU wird die Miliz der Hisbollah als Terrororganisation eingestuft. In der aktuellen libanesischen Regierung besetzt die Partei das Gesundheitsministerium.

Für Gesprächsstoff dürfte auch der Vorstoß von US-Präsident Donald Trump sorgen, die von Israel besetzten Golan-Höhen anzuerkennen. Das Felsplateau gehört zu Syrien, wurde 1967 aber von Israel weitgehend erobert und 1981 annektiert.




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