Letztes Update am Do, 28.03.2019 13:12

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


„Elektronische Fieberkurve“: KAGes setzt auf digitale Patientenmappe



Hartberg (APA) - Vereinfachte Dokumentation und mehr Sicherheit für Patienten soll in den steirischen Landesspitälern die sogenannte „Elektronische Fieberkurve“ (eFK) bringen. Eineinhalb Jahre wurde das System am LKH Hartberg getestet und den Erfordernissen angepasst, nun soll es sukzessive auch in den weiteren rund 20 Standorten der KAGes zum Einsatz kommen, hieß es am Donnerstag bei der Präsentation in dem Spital.

Alle Daten auf einen Blick - von der Fieberkurve, Untersuchungsergebnisse, Medikationen bis hin zur Pflegedokumentation: Mit der „Elektronischen Fieberkurve sollen künftig alle medizinischen und pflegerischen Informationen rund um den Patienten während des stationären Aufenthaltes in einem der 21 KAGes-Spitäler elektronisch erfasst und zusammengeführt werden. Informationen seien rascher auffindbar, durch das Wegfallen der Handschrift gut lesbar und Medikationen würden automatisch auf Plausibilität und auch auf ihre Wechselwirkungen hin geprüft. Als „eines der strategisch wichtigsten Ziele“, bezeichnete KAGes-Vorstandsvorsitzender Karlheinz Tscheliessnigg und Vorstandsdirektor Ernst Fartek die sukzessive Einführung des Systems.

Erprobt wurde das System in einem eineinhalb Jahre langen Pilotversuch. Selbst bei einem kleinen Spital zeigte sich, welche enorme Datenmenge dahintersteckt: In die rund 5.100 eFK wurden an die 62.000 Medikationsverordnungen, 48.000 andere ärztliche Versorgungen und rund 328.000 Medikationsereignisse wie Verabreichungen von Tabletten, Tropfen, Injektionen oder Infusionen aufgenommen. Eine Reihe von klinischen Prozessen wurde dafür angepasst und optimiert. „Den flächendeckenden Einsatz streben wir so rasch wie möglich an“, schilderte Markus Pedevilla, Technischer Leiter Medizininformatik und Prozesse bei der KAGes.

Entsprechende Umsetzungsprojekte seien bereits gestartet. So werde das System im Mai bzw. September im LKH Murtal (Standorte Knittelfeld und Judenburg) starten. Weiters sei die Umstellung an einigen Kliniken im Grazer LKH-Uniklinikum bereits angelaufen, wie Pedevilla ausführte.




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