Letztes Update am So, 31.03.2019 19:54

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Enges Rennen bei türkischer Kommunalwahl - Geht Ankara an Opposition?



Istanbul/Ankara (APA/dpa) - Bei den Kommunalwahlen in der Türkei liefern sich die islamisch-konservative Regierungspartei AKP von Präsident Recep Tayyip Erdogan und Oppositionsparteien um wichtige Städte ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach Auszählung der Hälfte aller Stimmen meldeten regierungsnahe Medien ausgerechnet für die Hauptstadt Ankara am Sonntagabend einen knappen Vorsprung des Oppositionskandidaten.

Er kommt von der Mitte-Links-Partei CHP. Der Verlust des Bürgermeisterpostens der Hauptstadt, die seit mehr als 20 Jahren von islamisch-konservativen Stadtchefs regiert wird, wäre ein herber Schlag für den machtgewohnten, umstrittenen Präsidenten und Aufwind für Kritiker.

Landesweit ist die AKP nach Teilergebnissen aber weiter deutlich die stärkste Partei. Auch in der Wirtschaftsmetropole Istanbul lag die AKP mit ihrem prominenten Kandidaten, dem Ex-Ministerpräsidenten Binali Yildirim, zunächst vorne.

Enge Rennen gab es auch in anderen wichtigen Großstädten wie Antalya und dem südtürkischen Adana, wo die AKP beziehungsweise ihr ultranationalistischer Bündnispartner MHP bei der Kommunalwahl 2014 noch gewonnen hatten.

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Die Kommunalwahl ist ein Stimmungstest für Präsident Erdogan und seine islamisch-konservative Regierung. Knapper als 2014 wird es für die AKP vor allem wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage. Die Türkei steckt seit Ende 2018 in der Rezession. Die Lira hat massiv an Wert verloren, die Zahl der Arbeitslosen stieg innerhalb eines Jahres um rund eine Million und die Teuerungsrate um rund 20 Prozent.

(Überblick, eine ausführliche Zusammenfassung folgt)




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