Letztes Update am Mo, 01.04.2019 12:00

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wahlkampf vor Präsidentschaftswahlen in Nordmazedonien begonnen



Skopje (APA) - In Nordmazedonien hat der Wahlkampf vor den Präsidentschaftswahlen am 21. April begonnen. Bei der Wahl für das höchste Amt im Staat treten drei Universitätsprofessoren an: Stevo Pendarovski für die regierenden Sozialdemokraten, Gordana Siljanovska Davkova für die größte Oppositionspartei VMRO-DPMNE und Blerim Reka für zwei albanische Oppositionsparteien.

Siljanovska Davkova begann ihren Wahlkampf laut Medienberichten gleich um Mitternacht am Montag vor ihrem Geburtshaus in Ohrid. Pendarovski und Reka planen zum Wahlkampfauftakt im Laufe des Tages Kundgebungen in Prilep bzw. Skopje.

Umfragen zufolge zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Kandidaten der beiden großen politischen Lager, Pendarovski und Siljanovska Davkova, ab. Erwartet wird, dass keiner der beiden bereits im ersten Wahldurchgang eine absolute Mehrheit erreichen wird und es zu einer Stichwahl am 5. Mai kommt.

Das Wahlgesetz schreibt für die Gültigkeit des Urnengangs bei der Stichwahl eine Mindestbeteiligung von mindestens 40 Prozent der Stimmen vor. Das könnte deshalb problematisch werden, weil die Zahl der offiziell Stimmberechtigten in Mazedonien sehr hoch ist. 1,8 Millionen Bürger des rund Zwei-Millionen-Einwohnerlandes sind wahlberechtigt. Fast eine halbe Million Mazedonier leben im Ausland. Sollte die erforderliche Mindestbeteiligung nicht erreicht werden, müsste die Stichwahl wiederholt werden.

Amtsinhaber Gjorge Ivanov darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr kandidieren.




Kommentieren