Letztes Update am Mo, 01.04.2019 13:06

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tsipras bezeichnete bevorstehenden Besuch in Skopje als „historisch“



Skopje/Athen (APA) - Nach Beilegung des jahrelangen Namensstreits kommt der griechische Premier Alexis Tsipras am Dienstag erstmals zu einem offiziellen Besuch nach Nordmazedonien. Tsipras bezeichnete den anstehenden Besuch in Skopje als „historisch“. Der Besuch basiere auf der neuen strategischen Vision der beiden Nachbarländer, so Tsipras am Montag gegenüber der nordmazedonischen Presseagentur MIA.

„Griechenland und Nordmazedonien müssen Partner und Verbündete sein“, sagte der griechische Regierungschef, der auf seiner ersten Reise nach Nordmazedonien von zehn Regierungsmitgliedern und zahlreichen Geschäftsleuten begleitet wird. Der Besuch erfolgt nachdem die beiden Nachbarländer ihren jahrelangen Namensstreit im vergangenen Jahr beigelegt haben.

Im Juni war die Vereinbarung zur Lösung des Namensstreites unterzeichnet. Seit Februar ist das Abkommen in Kraft. Mazedonien änderte daher seinen Staatsnamen in Republik Nordmazedonien. Gegner der Einigung gibt es sowohl im einstigen Mazedonien als auch in Griechenland.

Athen hatte seit der Unabhängigkeit Mazedoniens 1991 darauf bestanden, dass der nördliche Nachbar seinen Namen - Republik Mazedonien - ändert, weil eine Region im Norden Griechenlands ebenso heißt. Als EU- und NATO-Mitglied hatte Griechenland mit seinem Veto jahrzehntelang jede Annäherung Mazedoniens an die westlichen Bündnisse blockiert. Nordmazedonien hat nach der Namenslösung Anfang Februar das NATO-Beitrittsprotokoll unterzeichnet. Derzeit läuft die Ratifizierung durch die Mitgliedstaaten der Allianz. Der Balkanstaat hofft nun auf die Aufnahme der EU-Beitrittsgespräche im Juni.




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