Letztes Update am Mo, 01.04.2019 15:51

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


OSZE: Wahl in Ukraine war frei und fair



Kiew (APA/dpa) - Die Präsidentenwahl in der Ukraine ist aus Sicht internationaler Wahlbeobachter frei und fair verlaufen. „Die Wahlen fanden unter starker Konkurrenz statt, und die Wähler hatten eine große Auswahl“, sagte der Koordinator der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Ilkka Kanerva, am Montag in Kiew. Er hoffe, dass das Land seine demokratische Entwicklung fortsetze.

Die Abstimmung am Sonntag sei eine der wichtigsten in Europa gewesen, sagte Kanerva. Etwa 30 Millionen Wahlberechtigte konnten zwischen 39 Kandidaten auswählen. Am Ende setzte sich mit großem Abstand der Komiker Wolodymyr Selenskyj gegen Amtsinhaber Petro Poroschenko durch. Sie müssen in drei Wochen in einer Stichwahl gegeneinander antreten.

Die OSZE erinnerte daran, dass wegen des Kriegs im Osten des Landes und auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim keine Abstimmung möglich war. Zudem gebe es Hinweise auf Stimmenkauf. Das Innenministerium der Ex-Sowjetrepublik sprach von etwa 2.600 registrierten Verstößen gegen das Wahlgesetz. Landesweit gab es etwa 30.000 Wahllokale.

Die OSZE überwachte die Wahl mit 808 Beobachtern. Russischen Wahlbeobachtern war bereits im Vorfeld die Arbeit verweigert worden, was Moskau kritisierte. Die Organisation beklagte, dass mehrere ausländische Korrespondenten nicht ins Land durften, darunter auch Reporter aus EU-Staaten.

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(Alternative Schreibweise: Selenski)

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