Letztes Update am Mo, 01.04.2019 22:57

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


„Air Cocain“ - Lange Haft in spektakulärem Drogenprozess gefordert



Aix-en-Provence (APA/AFP) - Im Prozess um den spektakulären Kokain-Fund an Bord eines Flugzeugs vor dem Abflug nach Frankreich hat die Staatsanwaltschaft für die neun Angeklagten bis zu 25 Jahre Haft gefordert. Gegen die beiden Piloten beantragte die Staatsanwaltschaft im südfranzösischen Aix-en-Provence am Montag jeweils sieben Jahre Haft. Sie hätten „gewusst“, dass an Bord ihrer Maschine Hunderte Kilo Drogen gewesen seien.

Der Fall hatte 2013 unter dem Titel „Air Cocaine“ für Furore gesorgt. Damals waren an Bord einer Privatmaschine vom Typ Falcon 50 auf dem Flughafen von Punta Cana in der Dominikanischen Republik knapp 700 Kilogramm Kokain gefunden worden. Die Maschine stand kurz vor ihrem Abflug nach Saint-Tropez an der französischen Riviera.

Die beiden Piloten wurden in der Dominikanischen Republik festgenommen und dort zu 20 Jahren Haft verurteilt. Während sie auf ihren Berufungsprozess warteten, gelang ihnen die Flucht nach Frankreich. Sie bestritten stets den Vorwurf, von den in etlichen Koffern versteckten Drogen an Bord gewusst zu haben.

Der Prozess wegen organisierten Drogenschmuggels hatte Mitte Februar begonnen. Zu den insgesamt neun Angeklagten zählt neben den beiden Piloten ein mutmaßlicher Geldgeber für transatlantische Drogenflüge. Gegen ihn forderte die Staatsanwaltschaft 25 Jahre Haft.

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