Letztes Update am Di, 02.04.2019 08:04

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Schweizer Emmi übernimmt Mehrheit an oö. Ziegenmilch-Firma Leeb



Wartberg an der Krems/Luzern (APA/sda) - Die Schweizer Emmi kauft die Mehrheit an einem oberösterreichischen Anbieter von Bio-Ziegenmilch- und Schafmilchprodukten. Der Luzerner Milchverarbeiter übernimmt in einem ersten Schritt 66 Prozent an Leeb Biomilch mit Sitz in Wartberg an der Krems (OÖ). Die restlichen 34 Prozent verbleiben bei den bisherigen Eigentümern Hubert Leeb und Jürg Hackenbuchner.

Emmi baut damit das internationale Ziegenmilch-Netzwerk weiter aus. Emmi ist 2010 durch die Übernahme der kalifornischen Cypress Grove und den Kauf der Marke Le Petit Chevrier in der Schweiz in das Geschäft mit Ziegenmilchprodukten eingetreten. Die positiven Erfahrungen in dem Segment hätten Emmi dazu veranlasst, sich in dieser attraktiven Nische schrittweise zu verstärken, teilte die Gruppe am Dienstag mit. Inzwischen gehören zwei Ziegenmilchverarbeiter in den USA, drei in Europa und ein entsprechendes Handelsunternehmen zu Emmi.

Leeb Biomilch stellt vor allem Jogurt, aber auch Milchmischgetränke und Frischmilch aus Bio-Ziegenmilch und Bio-Schafmilch her. Die 2001 gegründete Firma hat sich zudem seit 2016 ein zweites Standbein mit veganen Milchalternativen aufgebaut. Mit 50 Mitarbeitern werden jährlich gut 15 Mio. Euro umgesetzt.

Aus Österreich beliefert Leeb Biomilch ganz Europa, rund die Hälfte des Umsatzes werden am Heimmarkt Österreich gemacht. Weitere wichtige Märkte seien Deutschland und die Niederlande, wo unter anderem eine Zusammenarbeit mit der Emmi-Handelstochter AVH Dairy und dem Ziegenmilchverarbeiter Bettinoehoeve bestehe.

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Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Übernahme soll voraussichtlich im Sommer 2019 abgeschlossen werden. Die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) muss ihr noch zustimmen.

Emmi hat das internationale Geschäft in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. 2018 erwirtschaftete das Unternehmen mit 50,4 Prozent erstmals mehr als die Hälfte des Umsatzes im Ausland.




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