Letztes Update am Di, 02.04.2019 09:26

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Investitionen in deutsche Finanz-Start-ups im 1. Quartal verdoppelt



Frankfurt (APA/dpa) - Banking per Smartphone, Autoversicherungen, Zinsvergleiche für Tagesgeld: Deutsche Finanz-Start-ups haben einen fulminanten Jahresauftakt hingelegt und Rekord-Gelder für ihre digitalen Geschäfte von Investoren eingesammelt. Im ersten Quartal warben die Wachstumsfirmen 686 Mio. Euro ein und damit mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor (325 Mio. Euro).

Das zeigen Zahlen der Beratungsfirma Barkow Consulting, die der dpa vorliegen. Demnach steckten Investoren von Jänner bis März rund 77 Prozent mehr Geld in Finanz-Start-ups („Fintechs“) als im bisherigen Rekord-Zeitraum, dem Schlussquartal 2018. Die Summe von 686 Mio. Euro entspreche mehr als der Hälfte der eingesammelten Gelder im gesamten Vorjahr, sagte Geschäftsführer Peter Barkow.

Finanz-Start-ups haben sich mit digitalen Geschäftsmodellen neben klassischen Banken etabliert. Mit ihrer Innovationskraft machen sie den Geldhäusern teils Konkurrenz, teils arbeiten sie mit ihnen zusammen. 2018 hatten Finanz-Start-ups hierzulande erstmals mehr als eine Milliarde Euro Wagniskapital eingesammelt. Unternehmen und Wagniskapitalfonds geben den Gründern Geld in der Hoffnung, dass sich ihre Ideen durchsetzen und ihnen viel Gewinn einbringen.

Zum starken Jahresauftakt trugen üppige Geldspritzen in boomende Fintechs bei, während zugleich die Zahl der Deals um fast ein Drittel auf 26 einbrach. So warb die Berliner Online-Bank N26 im Jänner alleine rund 260 Mio. Euro von Fonds ein. In das Geldhaus, das mit komfortablen Geschäften per Smartphone wirbt, hatte 2018 schon der Versicherer Allianz investiert. Summen von 100 Mio. Euro oder mehr flossen zudem jeweils an den Autoversicherer Friday, der Policen je nach gefahrenen Kilometern bepreist, an das Versicherungs-Start-up Wefox sowie an die Firma Raisin, die Anlegern über das Portal „Weltsparen“ höhere Zinsen im Ausland bietet.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Der globale Trend zu immer größeren Geldspritzen schlage sich auch in Deutschland nieder, sagte Barkow. „Deutsche Finanz-Start-ups haben aufgeholt und kommen an große Summen.“




Kommentieren