Letztes Update am Di, 02.04.2019 09:58

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Home Invasion im Waldviertel: 63-Jähriger in Krems vor Gericht



Krems (APA) - Ein 63-Jähriger ist am Dienstag in Krems vor Gericht gestanden, weil er mit zwei mittlerweile verstorbenen Komplizen im Sommer 2010 einen Mann in dessen Haus in Göpfritz an der Wild (Bezirk Zwettl) überfallen und verletzt haben sollen. Im Zuge der Home Invasion soll er Beute im Wert von 17.500 Euro gemacht haben. Der Angeklagte bekannte sich nicht schuldig.

Dem 63-Jährigen, der sich wegen schweren Raubes verantworten muss, wird vorgeworfen, am 9. Juli 2010 im Verbund mit den zwei weiteren Männern in das Wohngebäude des Opfers eingedrungen zu sein. Der Waldviertler wurde der Anklage zufolge im Schlaf überrascht. Danach sei der Mann mit dem Erschießen bedroht und zur Herausgabe von 40.000 Euro aufgefordert worden. Das Trio traktierte ihn laut Anklage mit einem Elektroschocker, verpasste ihm Schläge mit einem Stock, fesselte ihn und sperrte ihn schließlich im WC ein.

Das Opfer schleppte sich später in den Hof, wo es gefunden und von den Fesseln befreit wurde. Der Mann erlitt Platzwunden am Kopf, eine Gehirnerschütterung, Rissquetschwunden, Abschürfungen sowie Prellungen und wurde im Landesklinikum Waidhofen an der Thaya behandelt.

Der Beschuldigte und seine Komplizen sollen ein Handy, 5.000 Euro Bargeld sowie mehrere Schmuckgegenstände im Gesamtwert von rund 17.500 Euro erbeutet haben. Ausgeforscht wurden die drei Männer 2018 durch Aussagen zweier Zeugen, die erklärten, dass der Angeklagte die Tat ihnen gegenüber zugegeben hatte. Der Beschuldigte ist laut dem vorsitzenden Richter bereits 20 Mal verurteilt worden, zuletzt im August 2018 in Klagenfurt zu sechs Monaten Haft wegen unerlaubten Waffenbesitzes.

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Der Verteidiger des 63-Jährigen erklärte, dass einer dieser Zeugen seinen Mandanten „verpfeifen“, ihn also beschuldigen habe wollen. Auch bei der Täterbeschreibung des Opfers ortete der Jurist Ungenauigkeiten.




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