Letztes Update am Di, 02.04.2019 11:07

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tsipras als erster Premier Griechenlands in Skopje eingetroffen



Skopje/Athen (APA) - Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras ist am Dienstag als erster Regierungschef Athens seit der Erlangung der Unabhängigkeit der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Mazedonien im Jahr 1991 zu einem Besuch in Skopje eingetroffen. Tsipras wird laut Medienberichten von zehn Ministern und rund 70 Geschäftsleuten begleitet.

Erwartet wird die Unterzeichnung mehrerer bilateraler Abkommen, zum ersten Mal auch im Bereich Verteidigung. Zu dem Besuch kommt es nach der Lösung des langjährigen Namensstreites zwischen Skopje und Athen. Griechenlands Nachbarstaat trägt seit Februar die Bezeichnung Republik Nordmazedonien. Athen wollte das Balkanland nicht unter seinem Namen Mazedonien anerkennen, weil eine nordgriechische Provinz ebenso heißt.

Das Treffen zwischen den beiden Regierungschefs findet knapp drei Wochen vor den Präsidentschaftswahlen in Nordmazedonien statt. Für den nordmazedonischen Premier Zoran Zaev wäre ein Wahlsieg des sozialdemokratischen Präsidentschaftskandidaten Stevo Panderovski äußerst wichtig. Das Land würde somit einen Präsidenten erhalten, der den neuen Staatsnamen unterstützt.

Der aktuelle Amtsinhaber Gjorge Ivanov gilt als klarer Gegner der Namenslösung mit Athen. Ivanov lehnt seit Jahresbeginn ab, mit seiner Unterschrift jene Gesetze zu bestätigen, in welchen der neue Staatsname vorkommt.

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Auch die Präsidentschaftskandidatin der oppositionellen nationalkonservativen Partei VMRO-DPMNE, Gordana Siljanovska Davkova, hat gleich zum Start des Wahlkampfes am Montag den geänderten Staatsnamen kritisiert.




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