Letztes Update am Di, 02.04.2019 12:23

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Zurich Versicherung in Österreich mit weniger Prämieneinnahmen



Wien (APA) - Die Zurich Österreich hat 2018 nach erwartungsgemäß gesunkenen Lebensversicherungs-Einmalerlägen weniger Prämien eingenommen. Gewachsen sei man in der Schaden-Unfallversicherung in den Nicht-Kfz-Sparten, „in der Lebensversicherung haben wir uns im Privatgeschäft entgegen dem Markttrend positiv entwickelt“, so Vorstandschefin Andrea Stürmer am Dienstag laut Pressemitteilung.

Man habe starke Akzente in der Kundenansprache gesetzt und sich mit Blick in die Zukunft vertrieblich neu aufgestellt. Der Vertrieb ist laut Pressemitteilung seit Anfang 2019 in vier Regionen organisiert, die mit umfangreichen Entscheidungskompetenzen ausgestattet sind. Ziel ist demnach, rascher auf Kundenbedürfnisse eingehen zu können und besseren Service zu bieten.

Der Gewinn ist im Vorjahr gesunken, geht aus dem Geschäftsbericht hervor. Die direkten Bruttoprämien lagen mit 653 Mio. Euro um 5,5 Prozent unter dem Wert 2017. Die Combined Ratio netto - Schäden und Kosten gemessen an den Einnahmen - war stabil bei 94,1 Prozent.

In der Lebensversicherung sanken die direkten verrechneten Bruttoprämien um fast ein Viertel (minus 24,3 Prozent) auf 150 Mio. Euro, wobei das Jahr 2017 laut Geschäftsbericht durch ein großes Einmalerlagsgeschäft geprägt gewesen war. In der Lebensversicherung gegen laufende Prämie habe es einen Zuwachs um 1,5 Prozent gegeben. Wachstumsmotor sei die fondsgebundene Lebensversicherung mit einem Plus um 3,3 Prozent gewesen. Die Einmalprämien seien aufgrund aktiver Steuerungsmaßnahmen erwartungsgemäß um rund 62 Prozent gesunken, teilte die Österreich-Tochter des Schweizer Versicherungskonzerns heute mit.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

In der Schaden/Unfallversicherungen erhöhten sich die Einnahmen um 2 Prozent auf 503 Mio. Euro. Das strategisch wichtige Nicht-Kfz-Geschäft sei um 3,1 Prozent gewachsen. An Leistungen seien insgesamt 424 Mio. Euro ausbezahlt worden, davon 288 Mio. Euro in der Schaden-Unfall-Sparte.

Die laufenden Finanzerträge seien um 5,9 Prozent auf rund 65 Mio. Euro gesunken. Eine kurzfristig stark negative Marktentwicklung Ende 2018 und daraus resultierende Kursverluste hätten zu einem Rückgang des Finanzergebnisses geführt. Laut Geschäftsbericht sank das Nettofinanzergebnis (exklusive fondsgebundene Lebensversicherung) um 30,5 Mio. auf 35 Mio. Euro. Mit Jahresbeginn 2019 hätten sich die Marktwerke aber wieder stark erholt, so die Zurich heute. Die auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Anlagepolitik mit Schwerpunkt auf Staatsanleihen und Immobilien unter Beimischung von Aktien und Unternehmensanleihen habe wieder einen guten laufenden Finanzertrag gesichert, so Finanzvorständin Silvia Emrich in der Mitteilung. Damit könne man in der klassischen Lebensversicherung „eine attraktive Gesamtverzinsung in Höhe von 2,75 Prozent bieten“.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sank laut Geschäftsbericht um rund 24,6 Mio. auf 6,3 Mio. Euro. Der Jahresgewinn ging auf 36,4 Mio. Euro zurück, nach 47 Mio. Euro 2017. Beschäftigt waren 2018 rund 1.200 Mitarbeiter.




Kommentieren